Im 1998 gegründeten Berliner Herzinfarktregister e. V. werden seit 1999 Daten
zur stationären Therapie von Herzinfarktpatienten gesammelt und ausgewertet. Mit
Hilfe der Daten werden Versorgungsabläufe dokumentiert und Qualität sichernde
Elemente in den Klinikalltag eingeführt. Dabei steht der Nutzen einer Therapie
für den Patienten im Vordergrund. Neben dem Aspekt der Qualitätssicherung für
die beteiligten Kliniken im direkten Vergleich liefert das BHIR auch
wissenschaftlich fundierte Antworten auf offene Fragen in der alltäglichen
Behandlung von Infarktpatienten, zum Beispiel Aussagen zur Häufigkeit bestimmter
Medikationen und invasiver Therapieverfahren oder zur Behandlung von Frauen im
Vergleich zu Männern bzw. älteren im Vergleich zu jüngeren Patienten. Durch die
Veröffentlichung dieser Ergebnisse kann das vorhandene Wissen in die tägliche
Praxis überführt werden und zur Verbesserung der Versorgung der Patienten
beitragen. In der nunmehr dritten Erhebungsphase nehmen seit dem 1. April 2008
22 Berliner Klinikstandorte am BHIR teil.
Weitere Informationen zur Arbeit und zu den Ergebnissen des Berliner
Herzinfarktregisters finden Sie auf den
Internetseiten des Berliner Herzinfarktregisters und der hier hinterlegten
Kurzdarstellung des BHIR [PDF]. Lesen
Sie auch die gemeinsame Presseerklärung "Weniger Tote durch
Herzinfarkt aufgrund guter medizinischer Versorgung" vom 17.11.2008.
Herzbericht:
Der Herzbericht wird seit 1989 von
Dr. Ernst Bruckenberger, Ministerialrat a. D., veröffentlicht. Er ist die bisher
umfangreichste sektorenübergreifende Versorgungsanalyse zur Kardiologie und
Herzchirurgie in Deutschland. Neben einem umfangreichen Überblick über die
aktuelle Situation und Entwicklung der stationären Morbidität und Mortalität
ausgewählter Herzkrankheiten nach Geschlecht und Altersgruppen wird die
Angebots- und Leistungsstruktur der Kardiologie und der Herzchirurgie in
Deutschland dargestellt. Erstmals wird im Herzbericht 2007 ein Herzinfarktatlas
zur Krankenhausinanspruchnahme und zur Mortalität in den 439 Kreisen
Deutschlands vorgestellt.