(30.11.2011)
Kammerpräsident Jonitz: Gesundheitspolitik muss in Berlin endlich wieder den gebührenden Stellenwert bekommen
Der Präsident der Ärztekammer Berlin, Dr. med. Günther Jonitz, bietet dem
designierten Berliner Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) Gespräche über die
künftige Gesundheitspolitik in der Hauptstadt an. "Die vielfältigen Aufgaben im
Gesundheitswesen lassen sich nur gemeinsam mit allen Beteiligten lösen. Diese
Erkenntnis war in den vergangenen zehn Jahren rot-roter Regierung nicht immer
vorhanden", erklärt Jonitz und fügt hinzu: "Es wird Zeit, dass die
Gesundheitspolitik in Berlin wieder den ihr gebührenden Stellenwert bekommt.
Gesundheitspolitik muss geführt, sollte aber gemeinsam gestaltet werden."
Ausdrücklich begrüßt wird von der Ärztekammer Berlin der neue
Ressortzuschnitt. Mit Gesundheit und Soziales werde wieder vereint, was zusammen
gehört. "Der Bereich Umweltschutz hat nie in das Ressort gepasst und
unnötigerweise Ressourcen aus dem Bereich Gesundheit abgezogen", betont der
Kammerpräsident und mahnt die besondere Verantwortung des Landes Berlin als
größten Arbeitgeber in der Berliner Gesundheitswirtschaft an. "Bei der Charité
und bei Vivantes gibt es noch erheblichen Verbesserungsbedarf bei den
Arbeitsbedingungen des Personals und damit verbunden bei der
Patientenversorgung", ergänzt Jonitz. Dieser Aufgabe werde sich Mario Czaja
stellen müssen. "Die Unterstützung der Ärztekammer Berlin ist ihm dabei sicher",
fügt Jonitz hinzu.
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