(18.11.2011)
Kammerpräsident Jonitz: Aktueller Pradaxa-Fall macht Kennzeichnungspflicht neu zugelassener Arzneimittel unumgänglich
Neue Medikamente müssen künftig als solche kenntlich gemacht werden, fordert
Berlins Ärztekammerpräsident, Dr. Günther Jonitz. Risiken und Nebenwirkungen
neuer Medikamente sind bei Markteinführung nie ausreichend bekannt. Das Beispiel
von Pradaxa zeigt, dass zum Teil tödliche Nebenwirkungen in der
Routineversorgung auftreten.
"Da genügt ein simples, aber eindeutiges Etikett!", bringt Jonitz die Forderung
auf den Punkt. Arzt und Patient können so klar erkennen, dass es sich um ein
Produkt handelt, dem besondere Aufmerksamkeit zuteil werden muss.
"Ein Verzicht auf eine solche Kennzeichnung gefährdet die Sicherheit der
Patientenversorgung und bedient einseitig die Interessen der Pharmaindustrie",
so Jonitz weiter.
Die aktuelle Debatte um den Blutverdünner Pradaxa zeige, wie wichtig es sei,
Risiken und Nebenwirkungen von neuen Medikamenten richtig einzuschätzen. Damit
appelliert Jonitz an den Gesetzgeber, zum Wohle des Patienten die notwendigen
Maßnahmen für mehr Transparenz auch in der Arzneimitteltherapie zu ergreifen.
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