(07.07.2011)
Jonitz: Entscheidung orientiert sich am Wohl von Mutter und Kind
Der Präsident der Ärztekammer Berlin, Dr. med. Günther Jonitz, begrüßt die
heutige Entscheidung des Bundestages für eine Zulassung der
Präimplantationsdiagnostik (PID) in engen Grenzen. Bereits nach dem Urteil des
Bundesgerichtshofes im Oktober vergangenen Jahres hatte sich die Ärztekammer
Berlin klar für die PID ausgesprochen. "Eine 'Schwangerschaft auf Probe' ist für
werdende Mütter eine Gefährdung und für die Eltern eine extreme Belastung." Bei
einer Ablehnung der PID hätten aus medizinischer Sicht auch Abtreibungen
verboten werden müssen, erklärte Jonitz und betonte zugleich, dass für die
Durchführung der PID genaue Regelungen getroffen werden müssen. "Es
geht hier ausschließlich um den Schutz der Mütter und der werdenden Eltern. Das
?Baby nach Maß' muss strikt verboten bleiben!" Der Kammerpräsident zeigte sich
erfreut darüber, dass die Abgeordneten eine umfassende und sachliche Debatte
über dieses wichtige medizinisch-ethische Thema geführt haben. "Die
Parlamentarier sind damit ebenso ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung
nachgekommen wie die Ärzteschaft, die sich auf dem Deutschen Ärztetag Anfang
Juni in Kiel deutlich positioniert hat", fügte Jonitz hinzu.
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