(30.04.2008)
Kammervorstand sieht sich in seiner Arbeit bestätigt
Der Vorstand der Ärztekammer Berlin freut sich, dass der Berliner Vorstoß, den
Facharzt für Allgemeinmedizin in der Weiterbildungsordnung wieder als
eigenständiges Gebiet einzuführen, zunehmend unterstützt wird. In einem Gespräch
mit der "Ärztezeitung? hatte der Präsident der Bundesärztekammer, Professor Dr.
med. Jörg-Dietrich Hoppe, den Beschluss des Deutschen Ärztetages 1997 in
Eisenach als die beste Lösung bezeichnet. Dieser Beschluss sah die
Allgemeinmedizin und die Innere Medizin als getrennte Fächer vor. Auch andere
Kammern denken offenbar über die Wiedereinführung des eigenständigen
Allgemeinmediziners nach. Intensive Diskussionen laufen in mehreren
Bundesländern.
Der 6. Nachtrag zur Weiterbildungsordnung, der u.a. die Wiedereinführung des
Facharztes für Allgemeinmedizin als eigenständiges Gebiet mit geänderten
Inhalten beinhaltet, war im November vergangenen Jahres von der
Delegiertenversammlung der Ärztekammer Berlin beschlossen worden. Im März war
der Nachtrag von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und
Verbraucherschutz genehmigt worden. Inzwischen ist er in Kraft getreten. Zuvor
war in Berlin bereits der Internist ohne Schwerpunkt wieder eingeführt worden.
Der Berliner Vorstoß für mehr Eigenständigkeit war anfangs stark kritisiert
worden. Die Bundesärztekammer hatte sich in einem Schreiben mit der Bitte an die
Senatsverwaltung gewandt, den 6. Nachtrag nicht zu genehmigen. Umso erfreulicher
ist jetzt die Aussage von Bundesärztekammerpräsident Hoppe, dass es sich bei
dieser Lösung um die beste handele.
Ärztekammer Berlin
- Pressestelle -
Sascha Rudat
tel. 030/40 80 6-4100/-4101/-4102
Fax: 030/40 80 6-4199
E-Mail: presse@aekb.de