(26.04.2007)
Neuer Leitfaden der Bundesärztekammer
Die Bundesärztekammer warnt vor einem leichtfertigen Umgang mit Medikamenten.
"Wir erliegen zu oft der Illusion, dass mit einer Tablette alle möglichen
Befindlichkeitsstörungen beseitigt werden können. Dieses unreflektierte
Reparaturbedürfnis verhindert eine ursachengerechte Therapie und kann schnell zu
einer Gewöhnung, schlimmstenfalls zu einer Abhängigkeit von Medikamenten
führen“, sagt Dr. med. Astrid Bühren, Vorsitzende des Ausschusses "Sucht und
Drogen“ der Bundesärztekammer, bei der Vorstellung des Leitfadens "Medikamente –
schädlicher Gebrauch und Abhängigkeit“. Der in Zusammenarbeit mit der
Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft und Fachleuten des
Suchthilfesystems sowie Vertretern von Patientenorganisationen erarbeitete
Leitfaden soll zu einer frühen Erkennung von suchtgefährdeten Patientinnen und
Patienten beitragen und Ärztinnen und Ärzten Hilfestellung bei der Behandlung
einer bereits bestehenden Medikamentenabhängigkeit geben. Der Leitfaden ist im Internet abrufbar unter
http://www.bundesaerztekammer.de/downloads/LeitfadenMedAbhaengigkeit.pdf