Corona
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Corona-Schutzimpfungen

Informationen für Ärztinnen und Ärzte im Zusammenhang mit den Corona-Schutzimpfungen

Zuständigkeit im Corona-Impfmanagement

Impfungen durch Ärztinnen und Ärzte in privatärztlicher Niederlassung („Privat impft mit“)

Mit Inkrafttreten einer Neufassung der Coronavirus-Impfverordnung zum 7. Juni 2021 können auch Arztpraxen, die nicht an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen, sofern sie ihre niedergelassene Tätigkeit nachgewiesen haben, Schutzimpfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 durchführen. Dazu bedarf es sowohl einer Bescheinigung der jeweils zuständigen Landesärztekammer als auch einer Bescheinigung des Verbandes der Privatärztlichen Verrechnungsstellen e. V. (PVS-Verband), welche u. a. die Bereitschaft zur Teilnahme an der Impfsurveillance dokumentiert. Das soll im Hinblick auf den wahrzunehmenden Versorgungsauftrag sicherstellen, dass an der Impfkampagne nur solche Privatärztinnen und Privatärzte teilnehmen, die auch praktizieren und in der Lage sind, die Impfdaten täglich zu übermitteln.

Gerne schildern wir Ihnen nachstehend das Verfahren:

  1. Sie können mit dem Formular „Selbstauskunft zur privatärztlichen Tätigkeit" eine Bestätigung Ihrer gemeldeten privatärztlichen Niederlassung durch die Ärztekammer Berlin anfordern.
  2. Bitte senden Sie uns das Formular ausgefüllt und unterschrieben zurück.
    Für die postalische Übermittlung des Formulars nutzen Sie bitte folgende Adresse: Ärztekammer Berlin, „Privat impft mit“, Friedrichstraße 16, 10969 Berlin. Sie können uns das Formular unterschrieben und eingescannt auch elektronisch an folgende Adresse zukommen lassen: impfung@aekb.de.
    Hinweis: Informationen zur Datenverarbeitung durch die Ärztekammer Berlin finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
  3. Bitte beachten Sie, dass vorsätzlich oder fahrlässig falsche Angaben bei der Selbstauskunft berufsrechtlich geahndet werden können.
  4. Nach Überprüfung Ihrer Angaben anhand unserer Meldedaten stellen wir Ihnen eine Mitgliedschaftsbescheinigung aus und senden Ihnen diese mit Ihrer Selbstauskunft zurück.
  5. Wenn Sie an der Impfkampagne teilnehmen möchten, müssen Sie sich im elektronischen Meldesystem des PVS-Verbandes registrieren und ihre Impfdaten hierüber melden. Das Meldesystem ist über eine eigens eingerichtete Website des PVS-Verbandes erreichbar. Um sich zu registrieren, müssen Sie die Mitgliedschaftsbescheinigung nebst Selbstauskunft sowie Ihren Arzt- und Personalausweis als Datei hochladen und Ihre Kontaktdaten angeben.
  6. Nach Prüfung der Daten durch den PVS-Verband erhalten Sie von dort die Zugangsdaten zum elektronischen Meldesystem und eine Registrierungsbescheinigung.

Zum Versorgungsauftrag bei Beteiligung an der Impfkampagne gehören folgende Aufgaben:

Aufklärung und Impfberatung der zu impfenden Person, die symptombezogene Untersuchung zum Ausschluss akuter Erkrankungen oder Allergien, die Verabreichung des Impfstoffes, die Beobachtung der sich an die Verabreichung des Impfstoffes unmittelbar anschließenden Nachsorgephase und erforderliche medizinische Intervention im Fall des Auftretens von Impfreaktionen. Die Aufklärung und Impfberatung der zu impfenden Person beinhalten die Information über den Nutzen der Schutzimpfung und die Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19), die Erhebung der Anamnese einschließlich der Impfanamnese sowie der Befragung über das Vorliegen möglicher Kontraindikationen, die Feststellung der aktuellen Befindlichkeit zum Ausschluss akuter Erkrankungen oder Allergien, Hinweise auf mögliche Nebenwirkungen und Komplikationen der Schutzimpfung, die Informationen über den Eintritt und die Dauer der Schutzwirkung der Impfung, Hinweise zu Folge- und Auffrischimpfungen, und Empfehlungen über Verhaltensmaßnahmen im Anschluss an die Schutzimpfung.

Zur Impfstoffbestellung bei Ihrer Bezugsapotheke:

Ärztinnen und Ärzte sollen den COVID-19-Impfstoff nur bei derjenigen Apotheke bestellen, bei der sie üblicherweise auch den Praxisbedarf beziehen. Die Bestellung des Impfstoffs muss immer bis spätestens Dienstag, 12:00 Uhr, für die darauffolgende Woche in der Apotheke erfolgen. Die Bestellungen erfolgen dosisbezogen und impfstoffspezifisch mit Impfzubehör (Kanülen, Spritzen und ggf. NaCl-Lösung) auf einem blauen Privatrezept (DIN A6 quer). Pro Arzt ist ein Rezept auszufüllen. Die Rezepte dürfen keinesfalls mit Klebeetiketten versehen werden, da sie in diesem Fall in den Rechenzentren nicht ausgelesen werden können. Selbstausgedruckte Formulare dürfen nicht verwandt werden, da für die Verarbeitung der Rezepte in den Rechenzentren eine bestimmte Papierqualität erforderlich ist. Die ABDA wird dem PVS-Verband ein Musterrezept mit Ausfüllanleitung zur Verfügung stellen. Die Anzahl der Dosen pro Ärztin bzw. Arzt und Woche ist zunächst begrenzt und wird fortlaufend an die bereitstehende Impfstoffmenge angepasst. Die Apotheken informieren bis Donnerstag der Bestellwoche die Praxen über die tatsächlichen Liefermengen. Insbesondere zu Beginn ist damit zu rechnen, dass Sie abhängig vom gesamten Bestellvolumen weniger Dosen erhalten als Sie bestellt haben. Zudem kann es sein, dass die Liefermenge an die Vial-Größe des Impfstoffs angepasst wird (bei BioNTech/Pfizer 6 Dosen, bei AstraZeneca 10 Dosen, bei Johnson & Johnson 5 Dosen). Die Anlieferung des Impfstoffs inklusive Impfzubehör erfolgt über die Apotheke jeweils am Montagnachmittag bzw. Dienstagvormittag der auf die Bestellung folgenden Woche. Unter folgendem Link steht eine impfstoffbezogene Übersicht zum benötigten Impfzubehör pro Impfstoff-Mehrdosenbehältnis zur Verfügung.

Orientierungshilfe zu betreuungsrechtlichen Fragen

Der interdisziplinäre Fachverband für das Betreuungswesen BGT e. V. hat eine Orientierungshilfe zu betreuungsrechtlichen Fragen der Corona-Impfungen veröffentlicht.

Interessierte finden diese auf der Website des interdisziplinären Fachverbandes unter nachfolgendem Link:

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