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Medizinische Fachangestellte: Aktuelle Informationen

Aktuelle Informationen zur Ausbildung, Umschulung und Fortbildung Medizinischer Fachangestellter finden Sie hier. Diese Informationen werden laufend aktualisiert.

Zuletzt aktualisiert am 9. April 2021


Förderprogramm des Bundes „Ausbildungsplätze sichern"

1. Was verbirgt sich hinter dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern"?

WICHTIG: Am 27. März 2021 ist die „Zweite Änderung der Ersten Förderrichtlinie“ in Kraft getreten. Hierdurch wird das Förderprogramm bis zum 15. Februar 2022 verlängert.

Die Bundesregierung hat ein Hilfsprogramm für kleine und mittelgroße Ausbildungsbetriebe auf den Weg gebracht, um durch die Corona-Pandemie bedrohte Ausbildungsplätze zu sichern. Informationen zum Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ können Sie dem gemeinsamen Eckpunktepapier der zuständigen Bundesministerien entnehmen oder auf der Website der Bundesregierung nachlesen. Am 27. März 2021 ist die „Zweite Änderung der Ersten Förderrichtlinie für das Bundesprogramm Ausbildungsplätze sichern“ in Kraft getreten. Die wichtigsten Änderungen können Sie hier nachlesen.

2. Details zum Antragsverfahren des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern"

Die Änderungen sollen dazu beitragen, dass mehr Betriebe als bisher von dem Förderprogramm profitieren. Die wichtigsten Änderungen sind:

  • Nahtlose Verlängerung der Ausbildungsprämien für Frühjahr 2021: Die Förderung wird nicht mit dem 15. Februar 2021 enden, sondern nahtlos fortgesetzt. Dazu werden die bislang geltenden Fördermöglichkeiten bis zum 31. Mai 2021 verlängert.
  • Für Ausbildungen, die ab dem 1. Juni 2021 beginnen, wird die neue (höhere) Fördersystematik in Kraft gesetzt werden: Verdoppelung der Ausbildungsprämien (von derzeit 2.000 bzw. 3.000 Euro) auf 4.000 bzw. 6.000 Euro

Die Umsetzung der Förderrichtlinie erfolgt durch die Bundesagentur für Arbeit (BA). Dabei ist die Agentur für Arbeit zuständig, in deren Bezirk der Ausbildungsbetrieb liegt.

Die Antragsunterlagen stehen auf der Internetseite der BA zur Verfügung. Außerdem sind auf dieser Seite alle weiteren wichtigen Informationen, zum Beispiel Förderbedingungen und Voraussetzungen für eine Förderung zusammengestellt. Für weitere Rückfragen ist die Hotline des Arbeitgeber-Service unter folgender Nummer erreichbar: 0800 4 555520 (gebührenfrei).

– Bescheinigung der zuständigen Stelle –

Die Förderrichtlinie sieht vor, dass Arbeitgeber dem Antrag eine Bescheinigung der nach dem BBiG zuständigen Stelle beizufügen haben. Für den Ausbildungsberuf Medizinische Fachangestellte/r ist das in Berlin die Ärztekammer Berlin. Einen Vordruck für diese Stellungnahmen finden Sie ebenfalls unter dem oben angegebenen Link sowie hier. Sollte ihr Betrieb also die Voraussetzung für eine Förderung von Ausbildungsplätzen erfüllen, senden Sie gerne die auszufüllende Bescheinigung an Abteilung 3 – Berufsbildung der Ärztekammer Berlin (MedF@aekb.de). Für weitere Rückfragen nutzen Sie bitte die oben angegebene Service-Hotline der Agentur für Arbeit.


Zwischenprüfung im Frühjahr 2021

3. Wann werden die Ergebnisse der Zwischenprüfung verschickt?

Die Ergebnisse werden voraussichtlich in der 13. KW an alle Auszubildenden und Ausbildenden verschickt.

4. Kann ich Einsicht in meine Zwischenprüfung nehmen?

Prinzipiell besteht im Anschluss an die Zwischenprüfung die Möglichkeit Einsicht in die Klausuren zu nehmen. Coronabedingt ist dies momentan allerdings nicht möglich, da die Ärztekammer Berlin aufgrund der stark steigenden Fallzahlen in Berlin derzeit keine Termine für eine Einsichtnahme anbieten kann. Ihr Interesse an einer Einsichtnahme in Ihre Klausur können Sie per E-Mail an medf@aekb.de senden. Bitte geben Sie dabei auch Ihre Telefonnummer an. Sobald die Möglichkeit der Einsichtnahme wieder besteht, werden wir Ihnen den Termin mitteilen.


Abschlussprüfung im Sommer 2021

5. Wann findet die Abschlussprüfung im Sommer 2021 statt?

Schriftliche Abschlussprüfung Samstag, 17. April 2021
Praktische Abschlussprüfung Dienstag, 25. Mai 2021 bis Mittwoch, 23. Juni 2021

Wir setzen alles daran, die Abschlussprüfung wie geplant durchzuführen. Abhängig von den zum Prüfungszeitpunkt geltenden Infektionsschutzvorschriften des Berliner Senates können jedoch kurzfristig Terminverschiebungen und Anpassungen notwendig werden.

6. Wann werden die Zulassungen zur Abschlussprüfung verschickt?

Die Zulassungen werden/wurden Ende März an alle Auszubildenden und Ausbildende verschickt. Sollten Sie bis zum 5. April 2021 kein Schreiben erhalten haben, schicken Sie bitte eine E-Mail an medf@aekb.de.

7. Wichtige Informationen zum Ablauf der Abschlussprüfung

ACHTUNG – Aktualisierung vom 8. April 2021:

– Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken –

Auf dem kompletten Prüfungsgelände sowie in allen Prüfungsgebäuden besteht die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske entsprechend der SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

– Pflicht zur Testung auf das Coronavirus –

Um das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus für alle an der Prüfung Beteiligten so gering wie möglich zu halten, ist es notwendig, dass Sie eine Selbsterklärung zur Durchführung einer Corona-Testung abgeben. Mit dieser Selbsterklärung müssen sie bestätigen, dass Sie sich innerhalb der letzten 24 Stunden vor Beginn der Prüfung

  • entweder mit einem Corona-PoC-Antigen-Schnelltest (oder PCR-Test) haben testen lassen
  • oder selbst unter ordnungsgemäßer Befolgung der Anweisungen auf dem Beipackzettel mit einem Corona-Selbsttest (Antigentest) getestet haben

und dass das Ergebnis des Tests „NEGATIV“ war.

Der Test ist frühestens 24 Stunden vor Prüfungsbeginn durchzuführen!

Die entsprechende Selbstauskunft wurde Ihnen mit Schreiben vom 8. April 2021 zugesandt.

Bei der Planung der Abschlussprüfung wurden die einschlägigen Vorgaben der SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung berücksichtigt. Es ist sehr wichtig, dass Sie bis spätestens 5 Minuten vor Ihrer Ladungszeit im Prüfungsraum erscheinen. Bitte kommen Sie nicht allzu früh, um unnötige Ballungen vor dem Schulgebäude sowie Wartezeiten im Prüfungsraum zu vermeiden. Der Einlass ins Schulgebäude ist frühestens ab 15 Minuten vor Prüfungsbeginn möglich.

Die Ärztekammer Berlin informiert alle Prüflinge über weitere Details zum Ablauf der Abschlussprüfung am 17. April 2021 wie folgt:

  • Prüfungsort ist das Oberstufenzentrum Gesundheit I (Schwyzer Straße 6/8, 13349 Berlin).
  • Ihr persönliches Zulassungsschreiben müssen Sie zur Prüfung mitbringen. Bewahren Sie es daher sicher auf.
  • Ihrem Zulassungsschreiben können Sie sowohl Ihre Ladungszeit als auch Ihren individuellen Farb-Code entnehmen. Die Vergabe von Farb-Codes ermöglicht den geordneten und entzerrten Einlass in das Prüfungsgebäude mittels abgestimmter Wegeleitung zu den einzelnen Prüfungsräumen. Der Tausch von Farb-Codes ist in keinem Fall möglich, da diese Information personenbezogen ist. Wir bitten Sie eingehend, von solchen Anfragen Abstand zu nehmen.
  • Gebäudeplan des Prüfungsortes: Dem Plan können Sie, entsprechend den Ihnen zugeteilten Farb-Codes (siehe Zulassungsschreiben), Ihren individuellen Eingang ins Prüfungsgebäude entnehmen. Prägen Sie sich Ihren Zugangsweg gut ein und beachten Sie stets die Vorgaben zur Einhaltung des Mindestabstandes sowie zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske (vorzugsweise FFP2-Maske)!
  • Ordnungs-, Sicherheits- und Hygieneregeln (Stand: 07.04.2021): Bei der Prüfung sind besondere Ordnungs-, Sicherheits- und Hygieneregeln zu beachten. Sie dienen der ordnungsgemäßen Prüfungsdurchführung sowie dem Schutz Ihrer Gesundheit und der Gesundheit Ihrer Mitmenschen.
  • Merkblatt zur schriftlichen Abschlussprüfung: Hier erhalten Sie weitere Informationen zum schriftlichen Prüfungsteil, wie Hinweise zu Prüfungsdauer und -umfang, Bestehensregelungen sowie Regelungen zur Nichtteilnahme und zum Rücktritt von der Prüfung.
  • Selbstauskunft (Stand: 07.04.2021): Sie müssen am Prüfungstag eine von Ihnen unterschriebene Selbstauskunft mitbringen.

Bitte nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um alle Hinweise aufmerksam zur Kenntnis zu nehmen. Für Rückfragen stehen wir Ihnen unter der Nummer 030 40806-2626 zur Verfügung. Wir danken Ihnen für Ihre gegenseitige Rücksichtnahme und Unterstützung und wünschen Ihnen viel Erfolg für die Prüfung!

8. Was tue ich, wenn ich zur Prüfung (am Coronavirus) erkrankt bin?

Wenn Sie zum Prüfungstermin am Coronavirus (SARS-CoV-2/COVID-19) erkrankt sind, unter angeordneter Quarantäne stehen oder coronaspezifische Krankheitssymptome aufweisen, dürfen Sie nicht an der Prüfung teilnehmen. Sollte Ihnen die Erkrankung bereits vor Beginn der schriftlichen Prüfung bekannt sein, haben Sie die Möglichkeit, von der Prüfung zurückzutreten. Die Ärztekammer Berlin ist über den Rücktritt vor Beginn der Prüfung schriftlich zu informieren. Weitere Nachweise müssen nicht eingereicht werden. Ein Nachholtermin ist nicht geplant, sodass Sie im Falle einer Erkrankung die Abschlussprüfung erst zum nächstmöglichen Termin im Winter 2021/22 ablegen können.

9. Wie ist die Freistellung und Anrechnung rund um die schriftliche Abschlussprüfung geregelt?

– Der Tag vor der schriftlichen Abschlussprüfung (Freitag, 16.04.2021) –

Nach den Vorgaben des Berufsbildungsgesetzes bzw. des Jugendarbeitsschutzgesetzes muss eine Freistellung von der betrieblichen Ausbildung am Freitag, dem 16. April 2021 erfolgen. Dieser Tag wird mit der durchschnittlichen täglichen Ausbildungszeit auf Ihre Ausbildungszeit angerechnet.

– Der Tag der schriftlichen Abschlussprüfung (Samstag, 17.04.2021) – 

Für den Fall, dass samstags ohnehin keine reguläre Ausbildung stattfindet, muss an diesem Tag auch keine Freistellung erfolgen. Eine Anrechnung der Prüfungszeit auf die wöchentliche betriebliche Ausbildungszeit findet dann ebenfalls nicht statt. Auch ein Ausgleichstag muss für die Prüfung am Samstag nicht gegeben werden. Anders verhält es sich, wenn samstags reguläre betriebliche Ausbildung stattfindet. In diesem Fall werden Sie für die schriftliche Abschlussprüfung freigestellt. Dieser Tag wird dann für die Zeit der Teilnahme an der Prüfung einschließlich der Pausen auf Ihre Ausbildungszeit angerechnet.

10. Wie erhalte ich Informationen zur Prüfungsvorbereitung?

Für Auszubildende und Umzuschulende der kommenden Abschlussprüfung hat die Ärztekammer Berlin ein Merkblatt erstellt. Dieses enthält die wichtigsten Informationen zur Prüfungsdurchführung und bereitet Sie auf Ihre praktisch-mündliche Prüfung vor. Bitte entnehmen Sie diesem Merkblatt allgemeine Hinweise zu den Inhalten der Prüfungen und zum Prüfungsablauf sowie zu den zugelassenen Hilfsmitteln.

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Comic/Fotostory "Die praktisch-mündliche Abschlussprüfung"

Um Ihnen Sicherheit für Ihren bevorstehend Prüfungstag zu verschaffen und den Prüfungsablauf transparent zu machen, hat die Ärztekammer Berlin den Ablauf des praktisch-mündlichen Teils der Abschlussprüfung in einem neuen Format, als Comic/Fotostory, eingefangen. Wir hoffen sehr, dass diese Fotostory eine weitere Hilfe für Sie ist. Haben Sie auch viel Spaß damit!

11. Wann und auf welchem Wege erhalte ich nach erfolgreich abgeschlossener Abschlussprüfung mein Abschlusszeugnis sowie meinen MedF-Brief?

Aufgrund der Corona-Pandemie werden wir Ihnen Ihr Abschlusszeugnis sowie Ihren MedF-Brief postalisch (Einschreiben) zusenden. In der Regel sollten Sie die Dokumente ungefähr eine Woche nach erfolgreich abgelegter Abschlussprüfung erhalten.

12. Kann das Ausbildungsverhältnis bei nicht bestandener Abschlussprüfung verlängert werden?

Nach nicht bestandener Abschlussprüfung verlängert sich das Ausbildungsverhältnis auf Verlangen der/des Auszubildenden bis zur nächstmöglichen Abschlussprüfung, höchstens um ein Jahr (§ 21 Absatz 3 Berufsbildungsgesetz). Hierbei handelt sich um einen rechtlichen Anspruch von Auszubildenden. Die Ausbildenden können die Verlängerung nicht ablehnen.

Die Ärztekammer Berlin wird über die Verlängerung informiert. Dazu ist dieses Formular von den Auszubildenden und den ausbildenden Ärztinnen/Ärzten ausgefüllt und unterschrieben einzusenden.


Betriebliche Ausbildung

13. Erhalte ich weiterhin meine Ausbildungsvergütung?

Nach § 19 BBiG ist die Ausbildungsvergütung auch zu zahlen bis zur Dauer von sechs Wochen, wenn die Auszubildenden

a) sich für die Berufsausbildung bereithalten, diese aber ausfällt oder
b) aus einem sonstigen, in ihrer Person liegenden Grund unverschuldet verhindert sind, ihre Pflichten aus dem Berufsausbildungsverhältnis zu erfüllen.

Zur Kurzarbeit: siehe Frage 15

14. Dürfen Auszubildende oder Umzuschulende aufgrund der aktuellen Situation der betrieblichen Ausbildung fernbleiben?

Grundsätzlich dürfen auszubildende oder umzuschulende Personen die betriebliche Ausbildung oder Umschulung wegen der Corona-Pandemie nicht einfach verweigern. Im Einzelfall können jedoch Arbeitgeberinnen oder Arbeitgeber bei einer konkreten Gefährdung aufgrund ihrer Fürsorgepflicht verpflichtet sein, Auszubildende oder Umzuschulende von der Arbeit freizustellen oder Teile der Ausbildung (zum Beispiel das Führen des Ausbildungsnachweises) zu Hause zu erlauben.

15. Kann für Auszubildende sowie Personen in betrieblicher Umschulung Kurzarbeit angeordnet werden?

Die Ausbildungsstätte ist zunächst dazu verpflichtet, alle Mittel auszuschöpfen, um die Ausbildung weiter zu gewährleisten. Erst wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, kann Kurzarbeit auch für Auszubildende in Frage kommen.

Sollte Auszubildenden gegenüber Kurzarbeit angeordnet werden, haben sie zunächst Anspruch auf Zahlung der vollen Ausbildungsvergütung für sechs Wochen (§ 19 Abs. 1 Nr. 2 BBiG). Weitere Informationen zur Kurzarbeit erhalten Sie bei der Agentur für Arbeit.

16. Kann Auszubildenden gekündigt werden?

Kurzarbeit an sich kann keine Kündigung der Auszubildenden durch die betroffene Ausbildungsstätte rechtfertigen. Es sei denn, die Ausbildungsstätte kommt für längere Zeit vollständig zum Erliegen. Entfällt dadurch die Ausbildungseignung des Betriebes, ist eine Kündigung der Auszubildenden möglich, ohne dass ein Schadensersatzanspruch entsteht. Die Ausbilderinnen und Ausbilder sind aber dazu verpflichtet, sich mit der zuständigen Agentur für Arbeit rechtzeitig um eine andere Ausbildungsstätte für deren Auszubildende Personen zu bemühen.


Berufsschulunterricht

17. Informationen zum Berufsschulunterricht

Die aktuellen Informationen zur Beschulung entnehmen Sie bitte den Websites der Oberstufenzentren: OSZ Gesundheit I (Wedding) und Rahel-Hirsch-Schule (OSZ Gesundheit/Medizin).

Auf der Website des Berliner Senats finden Sie zudem Informationen auf zentrale Fragen zur Beschulung nach den Herbstferien sowie die für die beruflichen Schulen geltenden Hygienebestimmungen.

18. Anmeldung in den Berufsschulen durch die/den Auszubildende/n

– Oberstufenzentrum Gesundheit/ Medizin (Rahel-Hirsch-Schule) –

Die Berufsschulanmeldung an der Rahel-Hirsch-Schule findet in zwei Schritten statt.

  1. Der Zugang zur Online-Anmeldung ist über die Homepage der Rahel-Hirsch-Schule, OSZ Gesundheit/Medizin erreichbar. Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an das Sekretariat der Schule (Telefon: 030 - 99 28 90 33).
  2. Nach erfolgter Online-Anmeldung müssen sich Auszubildende zusätzlich persönlich im Sekretariat der Rahel-Hirsch-Schule vorstellen, um die Anmeldung abzuschließen.

Öffnungszeiten: Mo–Fr von 08:00–12:00 Uhr, Peter-Weiss-Gasse 8, 12627 Berlin (Hellersdorf).

Hierzu sind folgende Unterlagen mitzubringen:

  • der Ausbildungsvertrag oder eine Bescheinigung vom Ausbilder über die Einstellung mit Angabe des Ausbildungsbeginns und ggf.
  • der Aufenthaltsstatus bei nichtdeutscher Staatsangehörigkeit

– Oberstufenzentrum Gesundheit –

Die Anmeldung am Oberstufenzentrum Gesundheit findet (ausschließlich) im Online-Verfahren über die Homepage der Berufsschule statt.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an das Sekretariat der Schule (Telefon: 030 - 45 30 800, Erreichbarkeit: Mo–Do: 07:30–15:00 Uhr, Fr: 07:30–14:00 Uhr).


Allgemeine Fragestellungen

19. Wann kann ich mit der Registrierung meines Ausbildungsvertrages rechnen?

Derzeit ist mit einer längeren Bearbeitungszeit zu rechnen. Wartezeiten sind nicht auszuschließen. Für die Anmeldung in der Berufsschule reicht es aus, eine Bestätigung des Ausbildungsbetriebes über den abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einzureichen. Das Original kann zu einem späteren Zeitpunkt vorgelegt werden. 

20. Was passiert bei Corona-bedingten erhöhten Ausfallzeiten? Gibt es Ausnahmeregelungen bei der Zulassung zu künftigen Abschlussprüfung? 

Bitte lassen Sie sich für Ihre Unterlagen Corona-bedingte Fehlzeiten vorsorglich von Ihrer Arbeitgeberin/ Ihrem Arbeitgeber bestätigen. Bitte reichen Sie diese Bestätigungen nicht unaufgefordert bei der Ärztekammer Berlin ein. Wie die Ärztekammer Berlin mit diesen Fehlzeiten umgehen wird, wird zu gegebener Zeit entschieden.

21. Gilt die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom 21. Januar 2021 auch für Auszubildende?

Die Rechtsverordnung hat ihre gesetzliche Grundlage in § 18 Absatz 3 i. V. m. Absatz 1 des Arbeitsschutzgesetzes und gilt daher für alle Beschäftigten im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes. Zu den Beschäftigten gehören nach § 2 Arbeitsschutzgesetz auch die zu ihrer Berufsbildung Beschäftigten, also auch Auszubildende. Die Rechtsverordnung mit ihren Regelungen gilt mithin grundsätzlich auch zum Schutz und zur Sicherheit von Auszubildenden.

Hier finden Sie aktuelle Informationen zur SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung sowie den Text der Verordnung.

22. Muss Auszubildenden nach der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom 21. Januar 2021 Home-Office angeboten werden?

Nach § 2 Absatz 4 der Verordnung hat der Arbeitgeber den Beschäftigten im Falle von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Arbeitgeber sind also zur Prüfung verpflichtet, ob diese Büroarbeiten oder vergleichbare Tätigkeiten im Home-Office ausgeübt werden können. Ist dies möglich, muss die Verlagerung der Tätigkeit in den Privatbereich angeboten werden. Als zur Büroarbeit vergleichbare Tätigkeiten sind nach Auffassung des Bundesministeriums für Arbeit in der Regel alle Tätigkeiten zu verstehen, die geeignet sind, unter Verwendung von Informationstechnologie aus dem Privatbereich der Beschäftigten durchgeführt werden zu können. Im Einzelfall können hierunter auch Tätigkeiten fallen, die ohne Informationstechnologie von zu Hause erbracht werden können.

Patientennahe Assistenz bei ärztlicher Diagnostik und Therapie dürfte in der Regel nicht im Home-Office erledigt werden können. Zu den Tätigkeiten Medizinischer Fachangestellter können aber Büroarbeiten oder vergleichbare Tätigkeiten gehören, die sich grundsätzlich für die Ausführung im Home-Office eignen, (zum Beispiel Abrechnung (IGeL / Privatliquidation), Recall-Tätigkeiten, Terminverwaltung, telefonische Betreuung von Patienten), es sei denn, sie sind aus belegbaren und nachvollziehbaren betriebstechnischen Gründen nicht dorthin verlagerbar, insbesondere, weil ansonsten der übrige Betrieb nur eingeschränkt oder gar nicht aufrechterhalten werden kann. Das ist insbesondere bei folgenden mit der (Büro-)Tätigkeit verbundenen Nebentätigkeiten der Fall: Bearbeitung und Verteilung der eingehenden Post, Bearbeitung des Warenein- und Ausgangs, Empfangsdienste bei weiterhin erforderlichen Patientinnen- und Mitarbeitendenkontakten, Notdienste zur Aufrechterhaltung des Betriebes, unter Umständen auch zur Sicherstellung Erster Hilfe.

Die Ausbildung insbesondere im Bereich patientennaher Assistenz bei ärztlicher Diagnostik und Therapie besteht in der Anleitung und Kontrolle, das heißt in Vorbereitung, vormachen und erklären, nachmachen und erklären lassen sowie selbständig ausführen lassen. Die erforderliche unmittelbare Betreuung hat durch den/die Ausbildenden oder bestellte Ausbilder/innen zu geschehen. Aus diesem Grunde dürfte sich die Ausbildung in der Assistenz bei ärztlicher Diagnostik und Therapie in der Regel nicht im Home-Office erledigen lassen. Bei der Ausbildung in Betriebsorganisation und -verwaltung ist Home-Office grundsätzlich denkbar, wenn der Ausbildungsbetrieb dies betrieblich ermöglichen kann. Home-Office oder mobiles Arbeiten ohne Anwesenheit einer Ausbilderin oder eines Ausbilders sollte aber möglichst nur für das Vertiefen von bereits erworbenen Ausbildungsinhalten angewendet werden und muss durch Ausbilder/innen kontrolliert werden. Auszubildende sind besonders schutzbedürftig; die Verlagerung der Beschäftigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in das Home-Office darf nicht dazu führen, dass Auszubildende betriebsorganisatorisch notwendige Präsenzdienste regelhaft ersatzweise und insbesondere alleine erledigen.

Hier finden Sie aktuelle Informationen zur SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung sowie den Text der Verordnung.

23. Soll bzw. muss ich mich als auszubildende MFA gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen lassen?

Die Ärztekammer Berlin empfiehlt dringend, sich mit einem Vakzin impfen zu lassen, das derzeit angeboten werden kann und zugelassen ist. Jede Impfung führt zu einer deutlichen Risikoreduktion, an COVID-19 zu erkranken. Eine Impfung gegen COVID-19 trägt zum individuellen Schutz sowie zur Eindämmung der Pandemie bei. Die Verfügbarkeit der Impfstoffe wird zunächst limitiert bleiben. Daher ist es umso wichtiger, alle vorhandenen Impfdosen zügig zu nutzen. Jede Impfung kann Leben retten. Die Ärztekammer Berlin schließt sich dem gemeinsamen Aufruf der Bundesärztekammer und weiterer Bundesverbände an und ruft alle prioritär impfberechtigten Beschäftigten in der ambulanten und stationären Versorgung dazu auf, die Chance der Impfung gegen COVID-19 zu ergreifen.

Zur Vereinbarung einer Impfpflicht in Ausbildungsverträgen besteht folgende Einschätzung: Es ist vertretbar, in Ausbildungsverträgen von Personen, die patientennah ausgebildet und tätig werden, eine Impfpflicht in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 zu regeln, insbesondere, wenn in der Ausbildungsstätte besonders verletzliche Patientinnen und Patienten behandelt werden. Wenn Sie bei dem Abschluss eines Ausbildungsvertrages eine solche Vereinbarung durch Ihre Unterschrift akzeptiert haben, sind Sie vertraglich verpflichtet, sich impfen zu lassen. Dasselbe gilt, wenn Sie mit einer entsprechenden Vertragsanpassung einverstanden sind. Eine Pflicht zum Abschluss eines Änderungsvertrages besteht nicht.

Wenn eine Impfpflicht im Ausbildungsvertrag nicht vereinbart worden ist, beachten Sie bitte Folgendes: Weil eine gesetzliche Verpflichtung, sich gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen zu lassen, auch für Auszubildende im Gesundheitswesen derzeit nicht besteht, sind generelle Impfanordnungen von dem Direktions- und Weisungsrecht der Ausbildenden derzeit grundsätzlich auch nicht gedeckt.

Ausbildende könnten jedoch bei sich zuspitzender epidemischer Entwicklung sowie der Gewinnung von Erkenntnissen zur Verhinderung von Ansteckungen durch Impfung zu der nachvollziehbaren Einschätzung gelangen, dass der Einsatz nicht geimpfter Auszubildender z. B. bei der Behandlung besonders verletzlicher Patientinnen und Patienten für diese eine nicht mehr zu vertretende Gefahr ist. Schließlich haben Ausbildende die Pflicht, in der Ausbildungsstätte für Auszubildende bestehende Gefahren fortwährend zu beurteilen. Eine solche Beurteilung könnte ergeben, dass die Ausbildung nicht geimpfter Auszubildender, denen ein Impfangebot gemacht worden ist, in bestimmten Tätigkeitsbereichen zu ihrem eigenen Schutz nicht mehr zu vertreten ist. Das alles könnte in Einzelfällen dazu führen, dass Ausbildung nur noch eingeschränkt stattfinden kann.

Sehen Sie daher alles in allem in dem Angebot, sich impfen zu lassen, auch eine Chance, Ihre Ausbildung zügig und vor allem gesund zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.


Am 6. April 2020 hat der Bundesverband der Freien Berufe e.V. (BFB) ein Positionspapier mit FAQs zu Auswirkungen von Corona auf die Berufsausbildung in den Freien Berufen veröffentlicht. Darin finden Sie weitere Informationen, u. a. zu den folgenden Themen:

  • Nutzung der Teilzeitausbildung (Punkt 3)
  • Freistellung des Auszubildenden (Punkt 5)
  • Anordnung von Urlaub für Auszubildende (Punkt 6)
  • Kinderbetreuung bei Kita- und Schulschließungen (Punkt 9)
  • Homeoffice für Auszubildende (Punkt 10)
  • Kurzarbeitergeld (Punkt 12)

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