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8. Fortbildungskongress der Ärztekammer Berlin: Medizin 4.0 - digitale Kompetenz macht den Unterschied!

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"Medizin 4.0 - digitale Kompetenz macht den Unterschied!" Unter diesem Titel fand am 30. November 2019 der nunmehr 8. unabhängige Fortbildungskongress statt - wieder gemeinsam ausgerichtet von der Ärztekammer Berlin und der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ).

Davon, dass digitales Know-how zu den Schlüsselkompetenzen von heutigen Ärztinnen und Ärzten gehören muss, zeigte sich Dr. Sebastian Kuhn gleich in seinem Eingangsvortrag überzeugt und gab den rund 70 Kongressteilnehmerinnen und Teilnehmern einen kompakten und eindrücklichen Überblick über den aktuellen Stand der „Medizin im digitalen Zeitalter“. Der Unfallchirurg und Medizindidaktiker erklärte, dass sowohl eine kritische Haltung, als auch eine positive Einstellung zur Digitalisierung wichtig und nachvollziehbar seien. Was aber für Ärztinnen und Ärzte nicht gehe: sich nicht mit diesem zentralen Thema zu befassen. „Wir als Ärzteschaft müssen diese Entwicklung aktiv gestalten“, forderte Kuhn. Im digitalen Zeitalter verhalten sich Menschen und somit Patienten anders als in der Vergangenheit. Der vorinformierte Patient sei längst Realität. „Es ist nicht immer leicht, mit dem digital (des-)informierten Patienten umzugehen“, Medizindidaktiker Kuhn und erntete viel Kopfnicken.
Im Anschluss ging er auf das allgegenwärtige Thema KI (Künstliche Intelligenz) ein und prophezeite die Existenz von mehreren Tausend medizinischen KI-Algorithmen in vier bis fünf Jahren – insbesondere im Bereich Diagnosestellung. Er forderte die Ärztinnen und Ärzte auf, diese „Unterstützungsmechanismen“ als Chance zu begreifen. „Wir sollten uns nicht auf Mensch gegen Maschine konzentrieren, sondern lieber darauf schauen, wie wir Mensch und Maschine sinnvoll kombinieren können“, empfahl Kuhn. In dieser digitalen Transformation werde das Berufs- und Rollenbild Arzt einem grundlegenden Wandel unterzogen, den es mitzugestalten gelte.

Kammerpräsident Dr. Günther Jonitz ergänzte, dass die Ärzteschaft das Thema Digitalisierung in weiten Teilen lange ignoriert habe. Dies müsse sich zwingend ändern, betonte er und forderte die Kongresseilnehmerinnen und Teilnehmer auf, der Kammer mitzuteilen, welche intelligenten digitalen Lösungen sie sich in ihrem Arbeitsalltag vorstellen können, um reale Probleme der Patientenversorgung zu lösen. Diese Informationen seien für den Gestaltungsprozess dringend notwendig, unterstrich der Kammerpräsident.

Professor Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ), plädierte dafür, auch im digitalen Zeitalter die persönliche Kommunikation im Arzt-Patienten-Verhältnis ins Zentrum der Behandlung zu stellen. Gleichzeitig forderte er eine aus seiner Sicht dringend notwendige Evidenzgenerierung für „Big Data“. Der Nutzen sei vielfach gegeben, müsse aber auch nachgewiesen werden. 

Anschließend konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in fünf Workshops mit ganz unterschiedlichen Aspekten der Digitalisierung im Gesundheitswesen auseinandersetzen. Zusammen mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten konnten sie Fragen rund um die Arzt-Patienten-Kommunikation im digitalen Zeitalter, die Beurteilung von Medizin-Apps oder der Bedeutung von Künstlicher Intelligenz im klinischen Alltag erörtern. Auch für rechtliche, ethische und arzneimitteltechnische Fragestellungen war ausreichend Raum vorhanden.  

Neben den bewährten Workshops hat die Ärztekammer Berlin beim diesjährigen Kongress neue  Formate verwendet. Die große Abschlussrunde wurde erstmals mit der so genannten Fishbowl-Methode durchgeführt, was einen intensiven Austausch sowohl der Teilnehmenden untereinander als auch mit den Referentinnen und Referenten ermöglichte. Auch bei der Kongressdokumentation ist man diesmal andere Wege gegangen. Nachdem zurückliegende Kongresse teilweise filmisch dokumentiert und im Youtube-Kanal der Ärztekammer Berlin eingestellt wurden, wurde der Kongress dieses Mal ganz analog von zwei Zeichnerinnen graphisch dokumentiert (Graphic recording).

Die Ergebnisse sehen Sie nachfolgend. Alle Graphiken zum Download finden Sie hier.

Plenarvortrag

plenarvortrag

Workshop 1

workshop_1

Workshop 2

workshop_2

Workshop 3

workshop_3

Workshop 4

workshop_4

Fishbowl

fishbowl

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