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Peer Review-Verfahren

Die Qualität der medizinischen Behandlung zu gewährleisten ist integraler Bestandteil des ärztlichen Selbstverständnisses. Neben Maßnahmen zur Qualitätssicherung durch Sammeln, Auswerten und Darstellen von Daten müssen jedoch auch Prozesse durchleuchtet und der Fokus auf die konkrete Umsetzung von Verbesserungen der Qualität und Sicherheit der Patientenversorgung gerichtet werden - fachlich fundiert, praxisnah und unmittelbar.

Hier setzt das von Ärzten für Ärzte entwickelte Instrument des Ärztlichen Peer Review an (Peers: engl. für Ebenbürtige, Gleichgestellte, Gleichrangige). Kern dieser Methode ist es, im kollegialen Austausch voneinander zu lernen. Das Curriculum „Ärztliches Peer Review“ der Bundesärztekammer definiert dieses strukturierte Verfahren als eine Selbstreflexion des ärztlichen Handelns, das im Dialog mit ärztlichen Fachkollegen stattfindet.

Wie im Leitfaden „Ärztliches Peer Review“ der Bundesärztekammer beschrieben läuft ein Peer Review typischerweise in drei Phasen ab:

  • Selbstbewertung,
  • Fremdbewertung und
  • kollegialer Dialog im Rahmen eines Vor-Ort-Besuchs.

Der Schwerpunkt liegt auf dem Besuch des Peer Review-Teams in der medizinischen Einrichtung. Im kollegialen Dialog wird gemeinsam reflektiert, welche Lösungsoptionen für identifizierte Schwachstellen wie umgesetzt werden können. Dabei können beide Seiten voneinander lernen. Die sich aus dem Peer Review ergebenden Maßnahmen werden in das interne Qualitätsmanagementsystem der Einrichtung integriert und im Sinne des PDCA-Zyklus (Plan, Do, Check, Act) umgesetzt.

Die Ärztekammer Berlin führt seit 2002 das „Berliner Konzept zur Qualitätssicherung in der Transfusionsmedizin“ durch. Über die gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren der Überwachung der Qualitätssicherung hinausgehend wurde zunächst ein Audit-Verfahren entwickelt und dieses seit 2008 im Sinne des Peer Review-Verfahrens systematisch weiterentwickelt. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Darüber hinaus führt die Ärztekammer Berlin seit 2011 das Peer Review-Verfahren in der Intensivmedizin durch. Dieses Peer Review-Verfahren ist interdisziplinär und berufsgruppenübergreifend konzipiert (Medizin und Pflege) und stärkt sowohl die professionelle Autonomie der einzelnen Beteiligten als auch die gemeinsame Verantwortung in einem Hochrisikobereich der Patientenversorgung. Die verfahrensbezogenen Inhalte werden von der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) in Abstimmung mit der Bundesärztekammer und den Landesärztekammern in einem Verfahrensrahmen schriftlich festgelegt und regelmäßig aktualisiert.

Die Ärztekammer Berlin qualifiziert Peer Reviewer für die beiden vorstehend genannten Verfahren sowie für das Peer Review-Verfahren von QKK (Qualitätsindikatoren für Kirchliche Krankenhäuser e.V.) Sie leistet damit – neben anderen – einen konkreten Beitrag zur Entwicklung einer Sicherheitskultur mit einem offenen, von Schuldzuweisungen freien Umgang mit Qualitätsdefiziten und Fehlern.

Stand: April 2020

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