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In der Corona-Krise aktiv gegen das höhere Risiko von häuslicher Gewalt arbeiten

(09.04.2020)  Praxisorientierte Informationen unterstützen die Fachpersonen im Gesundheitswesen

Die Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung von SARS-CoV-2 sind wichtig. Gleichzeitig haben sie zur Folge, dass viele Familien notgedrungen mehr Zeit auf engem Raum miteinander verbringen. Dies kann zu erheblichen Stress, damit einer Zunahme von Konflikten und im schlimmsten Fall zu häuslicher Gewalt führen. Für Menschen, für die ihr Zuhause bereits jetzt ein von Angst und Gewalt geprägter Ort ist, verschärft sich die Situation.

Existenzängste, der ökonomische Druck und veränderte Arbeitsbedingungen führen zu hohen Belastungen. Zahlreiche Studien zeigen, dass ökonomische Krisen und sozialer Stress die Zunahme häuslicher Gewalt begünstigen.

Von Gewalt Bedrohte und Betroffene benötigen derzeit besonderen Schutz und Hilfe.

Um Fachpersonen in Organisationen des Gesundheitswesens darin zu unterstützen, von häuslicher Gewalt betroffenen Menschen Hilfe anzubieten, hat S.I.G.N.A.L. e.V. als Träger der Geschäftsstelle Runder Tisch Berlin - Gesundheitsversorgung bei häuslicher und sexualisierter Gewalt eine kurze praxisorientierte Information mit Anlaufstellen und Angeboten zusammengestellt. Informationsmaterial für Fachkräfte und Betroffene, unter anderem mit Berliner Adressen und Telefonnummern, finden Sie hier: www.signal-intervention.de/aktuelles

Die Ärztekammer Berlin ist Mitglied des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung. Sie dankt den Kammermitgliedern für ihre Unterstützung bei der Information und Beratung der von Gewalt betroffenen Menschen.

Die Pressemitteilung als PDF finden Sie hier.

ÄRZTEKAMMER BERLIN
– Pressestelle –
Niels Löchel, Tel. 030/ 40 80 6-4100
E-Mail: presse@aerztekammer-berlin.de

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