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5. Fortbildungskongress der Ärztekammer Berlin: Arzt und Patient im digitalen Zeitalter - ein App-grade

(25.11.2016)  Hochkarätiger Kongress informiert am Samstag Ärztinnen und Ärzte fundiert über kompetenten Umgang mit Digital Health-Angeboten.

Mehr als 100.000 Gesundheits-Apps stehen momentan zur Verfügung, unzählige Gesundheits-Webseiten und -Portale existieren. Das E-Health Gesetz schafft seit Beginn des Jahres die Rahmenbedingungen für die digitale Patientenversorgung. Aber können diese digitalen Angebote die Versorgung der Bevölkerung wirklich verbessern? Wo sind Chancen, wo die Grenzen? Was bedeutet diese rasante Dynamik für die Beziehung zwischen Arzt und Patient? Wer ist der digitale Patient im Online-Gesundheitsmarkt? Und was macht eine gute Gesundheits-App aus?

Antworten auf all diese Fragen will der 5. Fortbildungskongress, den die Ärztekammer Berlin am morgigen Samstag zusammen mit der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft veranstaltet, beantworten. Dafür ist ein ganztägiges praxisbezogenes Programm mit drei Plenumsvorträgen und insgesamt zehn Seminaren entwickelt worden: „Arzt und Patient im digitalen Zeitalter – ein App-grade“.  

Dr. med. Günther Jonitz, Präsident der Ärztekammer Berlin: „Digitale Medien und Anwendungen sind aus unserer Lebens- und Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. Auch die Patientenversorgung macht davor nicht Halt: Der Großteil der klinisch tätigen Ärzte nutzt inzwischen PC, Tablets und Smartphones in ihrer täglichen Praxis. Daneben ist ein riesiges Angebot an Gesundheits-Apps & Co. entstanden, dessen Vor- und Nachteile Arzt und Patient klug abschätzen müssen. Gesundheits- und Versorgungskompetenz muss sich heute den digitalen Herausforderungen stellen. Unser Kongress will Ärztinnen und Ärzten dabei helfen, diese Kompetenzen zu entwickeln. Digitales ist dann gut, wenn es Arzt und Patient gleichermaßen nützt.“

Prof. Dr. med. Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft: „Seit Oktober 2016 haben Patienten, die gleichzeitig mindestens drei Medikamente anwenden, einen gesetzlichen Anspruch auf einen Medikationsplan. Welche Vorteile bietet der elektronische Medikationsplan? Wie können im Medikationsprozess Fehler vermieden und die Arzneimitteltherapiesicherheit erhöht werden? Die Beantwortung dieser Fragen und Aspekte zur Polypharmazie stehen im Mittelpunkt meines Vortrags.“ 

Prof. Dr. Andréa Belliger, Prorektorin der PH Luzern und Co-Leiterin des Instituts für Kommunikation & Führung:Während sich Leistungserbringer und Krankenkassen noch schwer tun, sich mit der digitalen Transformation im Gesundheitswesen wirklich anzufreunden, ist eine neue Generation vernetzter Patienten am Entstehen, die mit ihren Forderungen nach offener Kommunikation, Transparenz und Partizipation mitzumischen beginnen. Ich möchte auf dem Kongress mit den Teilnehmern der Frage nachgehen, wie sich die Digitalisierung und die Konnektivität unserer Gesellschaft bereits heute im Gesundheitswesen manifestiert und wie sich die Arzt-Patienten-Kommunikation vor dem Hintergrund dieser gesellschaftlichen Veränderungen weiterentwickelt.“

Norbert Butz, Leiter des Dezernats Telemedizin und Telematik der Bundesärztekammer, und Catrin Schaefer, Referentin im Referat „Grundsatzfragen der Telematik und eHealth“ des Bundesministeriums für Gesundheit: „Die Digitalisierung wird die weitere Entwicklung unseres Gesundheitswesens in entscheidender Weise prägen. Dafür wurden mit dem E-Health-Gesetz konkrete inhaltliche und zeitliche Vorgaben geschaffen. Mit dem Medikationsplan und einem elektronischen Notfalldatensatz werden erste nutzenbringende Anwendungen für die Patienten eingeführt, telemedizinische Anwendungen und Maßnahmen zur Schaffung von Interoperabilität der Systeme im Gesundheitswesen auf den Weg gebracht. Dies sind erste notwendige Schritte, um die Digitalisierung voranzutreiben.“

Dr. med. Sven Jungmann, Arzt und E-Health-Experte: „Ärzte beraten ihre Patienten tagtäglich zu Nutzen und Risiken von Medikamenten, Eingriffen oder diagnostischen Verfahren. Darin sind sie geschult und erfahren. Doch was tun Ärzte, wenn die Patienten um Hilfe bei der Wahl von Gesundheits-Apps bitten? Inzwischen sind davon rund 100.000 auf dem Markt, aber Ärzte werden bislang nicht darin ausgebildet, diese professionell zu bewerten. Was wir brauchen, ist ein transparenter und reproduzierbarer Prozess, um dem Vertrauen unserer Patienten gerecht zu werden. In meinem Seminar wird eine Checkliste vorgestellt und an echten Fällen getestet.“ 

5. Fortbildungskongress der Ärztekammer Berlin:
„Arzt und Patient im digitalen Zeitalter – Ein App-grade“

Samstag, 26. November 2016, 9.00 – 17.00 Uhr
Ärztekammer Berlin
Friedrichstr. 16
10969 Berlin 

Weitere Informationen sowie das detaillierte Programm mit allen Referentinnen und Referenten finden Sie unter: www.aekb.de/FB-Kongress2016

Hier finden Sie die Pressemitteilung als pdf zum Download.

 

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– Stabsstelle Gesundheitspolitik / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit –
Pressesprecher Sascha Rudat, Tel.: 030/ 408 06-41 00/-41 01
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