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Dr. med. Günther Jonitz mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

(18.05.2016)  Gesundheitssenator Mario Czaja würdigt die Verdienste des Präsidenten der Ärztekammer Berlin um das deutsche Gesundheitswesen und die Patientenversorgung.

Der Präsident der Ärztekammer Berlin, Dr. med. Günther Jonitz, hat das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Der Berliner Senator für Gesundheit und Soziales, Mario Czaja, überreichte Jonitz die Auszeichnung am Mittwoch im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in der Ärztekammer Berlin. „Wir ehren damit einen Arzt, der sich herausragende Verdienste um das deutsche Gesundheitswesen erworben hat“, sagte Czaja in seiner Dankesrede. „Die Gemeinwohlbindung der Ärzteschaft ist Jonitz ein ganz persönliches Kernanliegen, für das er sich in herausragender Weise engagiert“, erklärte Czaja.

Günther Jonitz habe sich stets mit außerordentlichem Weitblick für Themen eingesetzt, die nicht unmittelbar auf der Hand lagen, zum Teil zunächst für Widerstand sorgten, sich in der Folge aber als hochrelevant und richtungsweisend für die Patientenversorgung herausstellten. So gehörte Jonitz zu den frühen Verfechtern der Evidenzbasierten Medizin in Deutschland. Ebenso frühzeitig wurde das Thema Patientensicherheit zu einem Schwerpunkt seines Wirkens. Als einer der Pioniere in Deutschland forderte er einen sachlich-lösungsorientierten Umgang mit Fehlern in der Patientenversorgung – und das zu Zeiten, als das Thema auch international noch stark tabuisiert wurde. Jonitz ging als ärztlicher Standesvertreter voran, ihm gelang es aber, dass sich nicht nur die Ärzteschaft ihrer Verantwortung für die Patientensicherheit stellt, sondern sich alle Beteiligten im Gesundheitswesen zusammen für eine systemorientierte Ursachenanalyse von Fehlern einsetzen. Welche zentralen Impulse fortan von Berlin ausgingen, macht der Berliner Gesundheitspreis – gemeinsam ausgeschrieben von der Ärztekammer Berlin, dem AOK Bundesverband und der AOK Berlin – deutlich, der sich auf sein Betreiben hin im Jahr 2002 mit dem Thema „Fehlervermeidung und Sicherheitskultur“ befasst hatte. 2005 gründete Jonitz dann zusammen mit anderen Vertretern des Gesundheitswesens das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V., dessen Vorsitzender er u.a. auch war.

Die Suche nach Mitstreitern und ein konstruktives Miteinander mit dem Ziel einer hochwertigen Patientenversorgung prägen seine Herangehensweise. Dadurch sei es gelungen, das Thema Patientensicherheit in Deutschland in einer Weise zu etablieren, die international ihresgleichen suche, betonte Gesundheitssenator Czaja. Seit über zehn Jahren ist Jonitz als vom Bundesgesundheitsministerium benannter Fachexperte auf EU-Ebene für das Thema Patientensicherheit aktiv. Zwischenzeitlich leitet er zudem den Arbeitskreis Patientensicherheit im Rahmen des nationalen Kooperationsverbundes Gesundheitsziele.de.

„Menschen machen Menschen gesund“, sei ein Credo des Berliner Ärztekammerpräsidenten, sagte Czaja in seiner Rede weiter. Dies drücke aus, was Günther Jonitz antreibe: „Eine Medizin, die auf die Bedürfnisse der Patienten ausgerichtet ist, ist nur möglich, wenn wir uns auch um die Menschen kümmern, die die Patienten versorgen.“ Gesundheitsversorgung heiße für Jonitz stets, eine an ärztlichen Werten orientierte Politik für alle Menschen im Gesundheitswesen zu machen – Patienten, Ärzte und Gesundheitsberufe gleichermaßen. „Diesem Anspruch wird Günther Jonitz durch sein leidenschaftliches Engagement seit vielen Jahren in herausragender Weise gerecht“, erklärte Senator Czaja abschließend.


Hier finden Sie die Pressemitteilung als pdf zum Download.

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