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Ärztekammer Berlin ehrt Michael Foerster und Roland Hetzer mit der Georg-Klemperer-Medaille

(14.11.2014)  Berliner Ärztinnen und Ärzte erhalten die Auszeichnung für ihre besonderen Verdienste um die medizinische Versorgung und das Ansehen der Ärzteschaft

Für ihre besonderen Verdienste um die medizinische Versorgung der Bevölkerung und das Ansehen der Ärzteschaft sind der Herzchirurg Professor Dr. med. Roland Hetzer und der Augenarzt Professor Dr. med. Michael Foerster mit der Georg-Klemperer-Medaille der Ärztekammer Berlin ausgezeichnet worden. Damit werden in diesem Jahr zwei Mediziner mit Weltruhm geehrt, „die Berlin in ihrem Gebiet weltweit führend gemacht haben“, so Kammerpräsident Dr. Günther Jonitz. Die Ehrung wird jenen Ärztinnen und Ärzte zuteil, die sich durch höchste ärztliche Tugenden wie wissenschaftlicher Weitblick, Neugier, Mut und Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem, aber auch Menschlichkeit und Zuwendung zum Patienten verdient gemacht haben. Vorstand und Geschäftsführer der Ärztekammer Berlin begrüßten zu diesem feierlichen Anlass ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter sowie Vertreter des Berliner Gesundheitswesens. Der Berliner Gesundheitssenator Mario Czaja würdigte den feierlichen Anlass mit einem Grußwort. 

Die Preisträger

Professor Dr. med. Michael Foerster
Der Augenarzt Professor Dr. med. Michael Foerster (70) war bis 2010 zwanzig Jahre lang Direktor der Augenklinik des Klinikums Benjamin Franklin und engagierte sich darüber hinaus außerordentlich im Bereich der wissenschaftlichen Gesellschaften der Augenheilkunde, u.a. als Präsident der Deutschen Retinologischen Gesellschaft (bis 2004) und im Präsidium der ophtalmologischen Gesellschaft (bis 2005). Für seine Leistungen ist Professor Foerster im Jahr 2005 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Berühmtheit erlangte Professor Foerster 1998 nicht nur in Fachkreisen für seine Entwicklung der Protonentherapie bei Augentumoren, eine besondere Form der Strahlentherapie, die sich besonders exakt dosieren und fokussieren lässt. Die Methode, die 90 Prozent der Tumoren zerstört, ohne dabei die Augen gravierend zu schädigen und sogar die Sehkraft erhalten kann, etablierte sich. Ein durchschlagender Erfolg für die Augenmedizin. Die Berliner Augenklinik am Benjamin-Franklin-Klinikum wurde zu einem nationalen und internationalen Zentrum für okulare Tumoren. Höchstes wissenschaftliches Know-How versammelt sich hier und wird an die nächsten Generationen weitergegeben. „Dass die Zahl der Erblindungen auf lange Sicht eher sinken wird, ist auch ein Verdienst von Ihnen, lieber Herr Kollege. Mit Freude und Dankbarkeit erkennt die Ärztekammer  Berlin Ihr Engagement und Ihre damit verbundenen, persönlichen Leistungen an“, erklärte Dr. Elmar Wille, Vizepräsident der Ärztekammer Berlin und selber Augenarzt.

Professor Dr. med. Roland Hetzer
Professor Roland Hetzer (70) hat in den vergangenen Jahrzehnten das Deutsche Herzzentrum Berlin zu weltweitem Ansehen geführt und gilt als einer der herausragendsten Herzchirurgen und Meister seines Fachs über die Grenzen Berlins und Deutschlands hinweg. 1987, gerade einmal 39-jährig, implantierte er zum ersten Mal das sogenannte, von Prof. Bücherl ein Jahr zuvor entwickelte „Berliner (Kunst-)Herz“ und rettete damit den Patienten über die Zeit bis zur geplanten Transplantation. Patienten aus aller Welt mit schweren Herz-, Lungen- und Gefäßkrankheiten werden seitdem hier behandelt und wissen sich in den besten Händen. Doch nicht nur Forschung und Entwicklung und der klinische Alltag, sondern auch die Weitergabe und Vermittlung von Wissen sind für Professor Hetzer eine Herzensaufgabe. Seine bereits 1986 neu gegründete Akademie für Kardiotechnik bildete einen wesentlichen Grundstein. „Leidenschaft und Überzeugung – und Zugewandtheit für seine Patienten, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, wenngleich nicht ohne die notwendige Führung und Verpflichtung nachfolgender Generationen gegenüber zeichnen Sie im höchsten Maße aus“, resümierte Kammerpräsident Dr. Jonitz. 

Der Namensgeber
Die Georg Klemperer-Medaille wurde von der Ärztekammer Berlin in diesem Jahr zum achten Mal vergeben. Damit wurden bisher insgesamt 18 Personen geehrt. Namensgeber der Auszeichnung ist der Berliner Internist Professor Georg Klemperer (1865-1946). Der Sohn eines Rabbiners etablierte im Krankenhaus Moabit eine ebenso menschliche wie wissenschaftlich fundierte Medizin. 1935 musste Klemperer vor den Nazis in die USA fliehen. Die Ärztekammer Berlin freut sich, in diesem Jahr die Büste Georg Klemperers aus dem Bestand des ehemaligen Krankenhauses Moabit an die Kammer überführt haben zu dürfen, wo sie einen würdigen Standort findet.

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