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Ärztekammer Berlin ehrt Gisela Albrecht, Erich Saling und Friedrich Kruse mit der Georg-Klemperer-Medaille

(29.11.2013)  Berliner Ärztinnen und Ärzte erhalten die Auszeichnung für ihre besonderen Verdienste um die medizinische Versorgung und die Belange der Ärzteschaft.

Für ihre besonderen Verdienste um die medizinische Versorgung der Bevölkerung und die Belange der Ärzteschaft sind Dr. med. Gisela Albrecht, Professor Dr. med. Erich Saling und Dr. med. Friedrich Kruse mit der Georg-Klemperer-Medaille der Ärztekammer Berlin ausgezeichnet worden. Die Ehrung wird jenen Ärztinnen und Ärzte zuteil, die sich in herausragendem Maße um die Ärzteschaft und die Patientenversorgung verdient gemacht haben. Positive und förderungswürdige ärztliche Eigenschaften wie Zivilcourage, wissenschaftlicher Weitblick und Aufgeschlossenheit für neue Ideen, aber auch soziales Engagement sollen damit gewürdigt werden. Der Einladung der Ärztekammer Berlin gefolgt waren ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter sowie Vertreter des Berliner Gesundheitswesens. Der Berliner Gesundheitssenator Mario Czaja würdigte die Auszeichnung mit einem Grußwort.

Die Preisträger

Dr. med. Gisela Albrecht

Die Dermatologin Dr. med. Gisela Albrecht (69) ist langjährige Geschäftsführerin der Kaiserin-Friedrich-Stiftung in Berlin. Ihre Ausbildung zur Krankenschwester führte sie zum Studium der Medizin in Würzburg, Wien, Heidelberg und München. Nach ihrer Medizinalassistentenzeit begann sie 1974 ihre Weiterbildung in der Haut- und Poliklinik im damaligen Klinikum Steglitz der Freien Universität Berlin. Bereits fünf Jahre nach Beendigung ihres Studiums wurde sie zur Assistenzprofessorin an der Hautklinik ernannt und war bis 1984 dort als Oberärztin tätig. Anschließend wurde sie Chefärztin der Abteilung für Dermatologie im damals Städtischen Krankenhaus Spandau. Von 1992 an war Gisela Albrecht für viele Jahre Mitglied des Vorstandes der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft und Generalsekretärin der Deutschen Dermatologischen Akademie. Auch als zunächst stellvertretende ärztliche Leiterin des Klinikums Spandau und ab 2001 ärztliche Direktorin hat sie sich um die Vertretung ärztlicher Anliegen in hohem Maße verdient gemacht. Nachdem sie seit 1999 Mitglied im Kuratorium der Kaiserin-Friedrich-Stiftung war, übernahm sie 2009 als Geschäftsführerin die Leitung dieser Einrichtung. "Ihre Verdienste dort aufzuzählen, hieße den Rahmen der heutigen Veranstaltung zu sprengen. Besonders herausheben möchte ich ihr Engagement für die Betreuung der ausländischen Ärztinnen und Ärzte, unter anderem aus Europa, Asien und Afrika", sagte Laudator Dr. med. Günther Jonitz, Präsident der Ärztekammer Berlin während der Preisverleihung.

Professor Dr. med. Erich Saling

Professor Dr. med. Erich Saling (88) gilt als "Vater der Perinatalmedizin". Während seiner Facharztausbildung in den 50er Jahren im Krankenhaus am Mariendorfer Weg in Berlin erkannte er, wie sehr an diesem Fachgebiet die wissenschaftliche Entwicklung vorbeigegangen war und begann neue Wege für die Versorgung der kleinsten Patienten zu beschreiten. Dazu gehörte die bahnbrechende Entwicklung der Mikroblutuntersuchung beim Kind unter der Geburt. Für die Reanimation des Neugeborenen entwickelte er ein eigenes Beatmungsgerät. Systematisch und konsequent forschte er nach den Ursachen beobachteter Störungen während des Geburtsverlaufes, deren vorgeburtlicher Diagnosestellung sowie der möglichen Behandlungen. Es kam zu einem wissenschaftlichen Paradigmenwechsel: "Das Kind im Bereich der Geburtshilfe" wurde in das Zentrum des Interesses gerückt.1976 wurde Erich Saling Leiter des Instituts für Perinatale Medizin der FU Berlin und Chefarzt am Krankenhaus Neukölln. 1987 erhielt er die Berufung zum C4-Professor der FU Berlin. Emeritiert wurde er 1991. Um weiterhin seine Fähigkeiten und Kenntnisse den Patienten zur Verfügung stellen zu können, gründete er 1993 das Erich Saling-Institut für Perinatale Medizin e.V. "Für seine einzigartigen Verdienste um die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung von Berlin, der Schaffung grundlegender wissenschaftlicher Erkenntnisse für die von ihm mit aus der Taufe gehobenen Perinatalmedizin sowie für seine Verdienste um die unermüdliche Verbreitung dieser Erkenntnisse in der gesamten Ärzteschaft, erhält Professor Erich Saling die Georg-Klemperer-Medaille", erklärte Laudator Dr. med. Christian Handrock, Vorstandsmitglied der Ärztekammer Berlin.

Dr. med. Friedrich Kruse

Der Augenarzt Dr. med. Friedrich Kruse (83) hat sich in hohem Maße berufs- und gesundheitspolitisch engagiert. Er absolvierte sein Medizinstudium in Freiburg, München und Heidelberg und promovierte 1955. Nach Tätigkeiten unter anderen am Hygieneinstitut, am Tropeninstitut Hamburg und in den USA bildete er sich in der Augenklinik Heidelberg zum Facharzt für Augenheilkunde weiter. 1964 kam er dann nach Berlin-Schöneberg, um dort 34 Jahre als niedergelassener Augenarzt tätig zu sein. Schon früh engagierte er sich berufspolitisch. Er wurde erstmals 1974 zum Vorsitzenden der Augenärzte Berlins gewählt und dies regelmäßig alle vier Jahre wieder bis zu seinem Amtsverzicht 2008.Sofort mit dem Mauerfall 1989 setzte Friedrich Kruse sich intensiv für die ostdeutschen Berufskolleginnen und -kollegen ein. Schnell baute er Kontakte auf, innerhalb von Wochen kam es zur Zusammenarbeit und Kooperation innerhalb der Augenärzteschaft. Die von ihm organisierten Fortbildungen und Zusammenkünfte in und um Berlin waren exzellent besucht. Mit Rat und Tat stand er unermüdlich zur Verfügung. Bei der letzten Tagung der Augenärzte der DDR, der augenärztlichen Gesellschaft am 11. September 1990 in Rostock-Warnemünde, wurde darum Friedrich Kruse die Helmholtz-Medaille verliehen. Das war die höchste Auszeichnung, die die Augenärzteschaft der DDR vergeben konnte. Dem voraus gegangen war am 17. Juni 1990 in Leipzig die Vereinigung der ost- und westdeutschen Berufsverbände der Augenärzte. "Friedrich Kruse ist ein Glücksfall nicht nur für die Augenärzte, sondern für alle Ärzte. Wir Berliner wissen das zu würdigen und ich freue mich, dass wir ihn heute mit der Georg-Klemperer-Ehrenmedaille auszeichnen dürfen", sagte Dr. med. Elmar Wille, Vizepräsident der Ärztekammer Berlin.

Der Namensgeber

Die Georg Klemperer-Medaille wurde von der Ärztekammer Berlin in diesem Jahr zum siebten Mal vergeben. Damit wurden bisher insgesamt 16 Personen geehrt. Namensgeber der Auszeichnung ist der Berliner Internist Professor Georg Klemperer (1865 -1946). Der Sohn eines Rabbiners etablierte im Krankenhaus Moabit eine ebenso menschliche wie wissenschaftlich fundierte Medizin. 1935 musste Klemperer vor den Nazis in die USA fliehen.

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