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Ärztekammer Berlin vergibt Hertha-Nathorff-Preis 2013

(30.04.2013)  Fragen nach Lebenszufriedenheit, Lebensstil und sexueller Gesundheit im Fokus. Kammerpräsident Dr. Günther Jonitz würdigt spannendes Themenspektrum der prämierten Abschlussarbeiten in Public Health.

Der Präsident der Ärztekammer Berlin, Dr. med. Günther Jonitz, hat bei der heutigen Verleihung des diesjährigen Hertha-Nathorff-Preises auf dem Campus Virchow-Klinikum der Charité das hohe Niveau der ausgezeichneten Masterarbeiten gewürdigt. Das Spektrum der drei prämierten Abschlussarbeiten reicht von der klassischen Public-Health-Fragestellung nach dem Zusammenhang von Lebensstil und Gesundheit über die Frage, welche Lebenszufriedenheit chronisch Kranke besitzen, bis hin zu der bislang wenig untersuchten Frage, welche Bedeutung die sexuelle Gesundheit bei der Behandlung psychisch erkrankter Menschen einnimmt.
Bereits seit 1995 würdigt die Ärztekammer Berlin jährlich die besten Berliner Masterarbeiten im Bereich Public Health. Eine unabhängige, von der Ärztekammer Berlin berufene Jury wählte die besten aus 39 höchstbenoteten Magisterarbeiten von Absolventen der gesundheitswissenschaftlichen Aufbaustudiengänge der Berlin School of Public Health an der Charité und des Studiengangs "Public Health: Prävention und psychosoziale Gesundheitsforschung" der FU Berlin aus. Der mit insgesamt 2.500 Euro dotierte Preis ist nach der jüdischen Ärztin Hertha Nathorff benannt, die in den 30er Jahren von den Nationalsozialisten verfolgt wurde und in die USA emigirieren musste.

Die Preisträger

1. Preis

Der mit 1.250 EUR dotierte 1. Preis geht an Silke Feller für ihre Arbeit mit dem Titel: "Wie geht Zufriedenheit unter die Haut?". Sie hat ihrer Arbeit die Frage zugrunde gelegt "Wir zufrieden sind Sie gegenwärtig, alles in allem, heute in Ihrem Leben?", die im Rahmen der EPIC-Studie ("European Prospective Investigation into cancer and Nutrition") an über 50.000 chronisch Erkrankte gestellt wurde. Silke Feller ist es gelungen, das Risiko mangelnder Lebenszufriedenheit nach chronischer Erkrankung sowohl geschlechterspezifisch als auch krankheitsspezifisch differenziert zuzuordnen und Analysestrategien von höchstem wissenschaftlichen Standard anzuwenden. Sie konnte so die einfache Frage nach der Lebenszufriedenheit in ein komplexes Wissenschaftsgerüst wie das der chronischen Krankheiten einbauen und ihre Ergebnisse in einer verständlichen Art und Weise, aber auf einem sehr hohen wissenschaftlichen Niveau darlegen.

2. Preis

Für seine Arbeit mit dem Titel "Der Beitrag von Lebensstil- und Milieuansätzen zur Erklärung und Verminderung gesundheitlicher Ungleichheit" erhält Ralph Schilling den 2. Preis, der mit 750 EUR dotiert ist. Er untersuchte in seiner Arbeit die Frage, welchen Beitrag Lebensstil- und Milieuansätze zur Erklärung gesundheitlicher Ungleichheit leisten können. Im Fokus steht dabei der Anspruch, die Qualität präventiver Strategien in Public Health zu verbessern, indem sie differenzierter auf die Bedürfnisse spezifischer Zielgruppen angepasst werden. Ralph Schilling gelingt es, mit seiner ausgesprochen klaren und umfassenden Analyse eines der Kernthemen von Public Health - soziale Ungleichheit - wichtige Hinweise zur Weiterentwicklung von Präventionsstrategien zu liefern.

3. Preis

Den 3. Preis (500 EUR) erhält die Arbeit mit dem Titel "Sexuality of People with Severe Mental Illness: A Human Right? Perspectives of Mental Health Care Professionals in two Social Psychiatric Organizations in Berlin, Germany" von Mariana Carreiro da Costa Faria e Melo Höfle. Sie hat sich ihrer Arbeit mit der Sicht von Experten auf die Bedeutung der sexuellen Gesundheit in der Behandlung psychisch erkrankter Menschen beschäftigt. Die durchgeführten Interviews bestätigten die bisher ungenügende Förderung der sexuellen Gesundheit als einem wichtigen Baustein in der Versorgung und Behandlung psychisch Erkrankter. Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass es an der Zeit sei, die gesundheitliche Dimension der Sexualität offiziell in die Konzepte der professionellen psychiatrischen Praxis einfließen zu lassen.

 
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