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Ärztekammer Berlin: Streit um Notfalleinsätze nicht auf dem Rücken der Patienten austragen

(03.07.2012)  Wenn Patienten aus Angst vor einer Rechnung der Feuerwehr die 112 nicht rufen, können Menschenleben auf dem Spiel stehen

Die Ärztekammer Berlin fordert, den Abrechnungsstreit bei Notfalleinsätzen zwischen den Krankenkassen und der Feuerwehr nicht auf dem Rücken der Patienten auszutragen. "Der Konflikt muss schnellstmöglich ein Ende haben, um die Berlinerinnen und Berliner nicht weiter zu verunsichern. Andernfalls besteht Gefahr, dass Notfallpatienten aus Angst, später zur Kasse gebeten zu werden, nicht den Rettungswagen rufen, obwohl sie echte medizinische Notfälle sind. Das wäre absolut fatal und fahrlässig", warnt Dr. med. Werner Wyrwich, Vorstandsmitglied der Ärztekammer Berlin. Gerade in einer Stadt wie Berlin mit vielen sozial Schwachen könne die seit Sonntag gültige Praxis, wonach Patienten nach einem Einsatz des Rettungswagens zuerst eine Rechnung von der Feuerwehr erhalten, gravierende Folgen haben. "Hier wird in einem Kostenstreit mit Menschenleben gespielt", erklärt Unfallchirurg Wyrwich, "weil Patienten in der Regel nicht beurteilen können, wie gefährdet sie tatsächlich sind." Wenn Patienten mit gesundheitlichen Beschwerden bei der Feuerwehr oder dem Ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin anrufen, wird standardisiert geprüft, ob der Einsatz eines Rettungswagens notwendig ist. "Die rund 200.000 Patienten pro Jahr, die dann zur Rettungsstelle eines Berliner Krankenhauses transportiert werden, müssen somit als echte Notfälle angesehen werden", betont Wyrwich und fordert insbesondere die Krankenkassen auf, nach dem Aufkündigen der bewährten Abrechnungsregelung, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

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