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Beste Arbeiten in Public Health ausgezeichnet: Ärztekammer Berlin vergibt Hertha-Nathorff-Preis

(02.03.2012)  Kammerpräsident Dr. Günther Jonitz würdigt Praxisrelevanz und hohes Niveau der Arbeiten

Drei Preisträgerinnen sind heute in der Charité mit dem diesjährigen Hertha-Nathorff-Preis ausgezeichnet worden. Bereits seit 1995 würdigt die Ärztekammer Berlin damit jährlich die besten Berliner Masterarbeiten im Bereich Public Health.* Der mit insgesamt 2.500 Euro dotierte Preis ist nach der jüdischen Ärztin Hertha Nathorff benannt, die in den 30er Jahren von den Nationalsozialisten verfolgt wurde und in die USA emigirieren musste.

Eine unabhängige, von der Ärztekammer Berlin berufene Jury wählte die besten aus 26 höchstbenoteten Magisterarbeiten von Absolventen der gesundheitswissenschaftlichen Aufbaustudiengänge der Berlin School of Public Health an der Charité und des Studiengangs "Public Health: Prävention und psychosoziale Gesundheitsforschung" der FU Berlin aus. Der Präsident der Ärztekammer Berlin, Dr. med. Günther Jonitz, würdigte bei der Preisverleihung auf dem Campus Virchow-Klinikum der Charité das hohe Niveau der ausgezeichneten Masterarbeiten.

Die Preisträger

1. Preis


Der mit 1.250 € dotierte 1. Preis geht an Diewertje Sluik für ihre die Arbeit mit dem Titel: "Physical Activity and Mortality in Individuals with Diabetes Mellitus: A Prospective Study and Meta-Analysis". Sie untersucht den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Mortalität bei Diabetikern. Das Thema wurde mit qualitativ hochwertigen statistischen und epidemiologischen Methoden bearbeitet und leistet einen wichtigen Beitrag zur Evidenz im Bereich der körperlichen Empfehlungen bei Diabetikern. Die Autorin konnte nachweisen, dass bereits eine mäßige körperliche Aktivität das Mortalitätsrisiko absenken kann. Dies ist eine wichtige Information für Diabetiker, bereits durch eine einfache Änderung des Lebensstils wesentlich zu ihrer Gesundheit selbst beizutragen.

2. Preis

Für ihre Arbeit mit dem Titel "Frauenspezifische Risiken für unerwünschte Wirkungen von Arzneimitteln in der Anästhesie - Systematisches Review und Handlungsempfehlung" erhält Dr. med. Ines Ziegler den 2. Preis, der mit 750 € dotiert ist. Die Autorin hat ein sehr wichtiges Thema im Schnittfeld von Public Health, pharmakologischer Versorgungsforschung und Genderforschung bearbeitet. Die Ergebnisse des umfangreichen systematischen Reviews haben gezeigt, dass bei der Anwendung von Anästhetika geschlechtsspezifische Unterschiede im Auftreten von unerwünschten Wirkungen bestehen.

3. Preis


Den 3. Preis (500 €) erhält die Arbeit mit dem Titel "Das Ampelsystem und andere Nährwertkennzeichnungssysteme in der Lebensmittelindustrie" von Claudia Gehre. Thema der Arbeit sind die unterschiedlichen Nährwertkennzeichnungssysteme in der Lebensmittelindustrie. Die Autorin führte qualitative Interviews mit unterschiedlichen Akteuren aus dem Bereichen Verbraucherschutz/Politik/Wissenschaft/Lebensmittelindustrie, um ein breites Meinungsbild von Experten zur Lebensmittelkennzeichnung zu ermitteln. Die Ergebnisse liefern wichtige Erkenntnisse, aus welchen Gründen einzelne Kennzeichnungssysteme bevorzugt oder abgelehnt werden. Eine wichtige praxisrelevante Schlussfolgerung der Arbeit ist, dass eine Nährwertkennzeichnung nur dann einen erfolgreichen Beitrag bei der Bekämpfung der Übergewichtsproblematik leisten kann, wenn Verbraucher diese auch verstehen.
 

Foto: S. Rudat

1. Preis: Diewertje Sluik (Mitte), 2. Preis: Dr. med. Ines Ziegler (re.),
3. Preis: Claudia Gehre (li.); Prof. Dr. Dieter Kleiber (Leiter Studiengang Public Health)
(li.), Prof. Dr. Ulrike Maschewsky-Schneider (Sprecherin der BSPH, Charité -
Universitätsmedizin Berlin), (Mitte) und Dr. Günther Jonitz (Präsident der Ärztekammer
Berlin) (li.)
.  (Foto: S. Rudat)


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 *) "Master of Public Health" (MPH) und "Master of Science on Epidemiology" (MSc) an der Berlin School of Public Health/ Charité sowie "Master of Public Health - Psychosoziale Prävention und Gesundheitsförderung" an der FU Berlin.

 

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