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Kammertag 2011: Walter Thimme und Manfred Richter-Reichhelm mit Georg-Klemperer-Medaille geehrt

(02.09.2011)  Die Medaillenvergabe erfolgte im Rahmen des diesjährigen Kammertages, der unter dem Motto "Einblick, Ausblick" stand.

Für ihre besonderen Verdienste um die medizinische Versorgung der Bevölkerung und die Belange der Ärzteschaft sind Professor Dr. med. Walter Thimme und Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm heute mit der Georg-Klemperer-Medaille der Ärztekammer Berlin ausgezeichnet worden. Verliehen wird die Ehrung an Ärztinnen und Ärzte, die sich in herausragendem Maße um die Ärzteschaft und die Patientenversorgung verdient gemacht haben. Positive und förderungswürdige ärztliche Eigenschaften wie Zivilcourage, wissenschaftlicher Weitblick und Aufgeschlossenheit für neue Ideen, aber auch soziales Engagement sollen damit gewürdigt werden.

Die Medaillen wurden im Rahmen des diesjährigen Kammertages verliehen, der unter dem Motto "Einblick, Ausblick" stand. Der Einladung der Ärztekammer Berlin gefolgt waren ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter sowie Vertreter der Politik und des Berliner Gesundheitswesens. Der Berliner Gesundheitsstaatssekretär Professor Dr. Benjamin-Immanuel Hoff sprach ein Grußwort.

Die Preisträger

Professor Dr. med. Walter Thimme

Der Kardiologe Professor Dr. med. Walter Thimme (74) wurde 1936 in Gadderbaum, einem Stadtteil von Bielefeld geboren. Nach dem Abitur 1956, dem Medizinstudium und seiner Medizinal-Assistentenzeit im Johannes-Krankenhaus in Bielefeld und im Augustana-Hospital in Chicago, arbeitete er seit 1965 als Assistenzarzt, später als Oberarzt, im Klinikum Westend und später im damaligen Klinikum Steglitz der Freien Universität. Nach seiner Anerkennung als Facharzt für Innere Medizin folgte 1972 die Habilitation über haemodynamische, respiratorische und metabolische Veränderungen beim septischen Schock. Nach seiner Ernennung zum Professor wurde er am 1.10.1979 Chefarzt der Inneren Medizin im Humboldt-Krankenhaus in Berlin-Reinickendorf. 1994 folgte die Facharztanerkennung Kardiologie.

Professor Thimme ist seit vielen Jahren Mitherausgeber des Arzneimittelbriefes, einer der wichtigsten und am meisten verbreiteten Publikationen in deutscher Sprache, in der unabhängig, fundiert und praxisrelevant über bestehende und neue Verfahren der Arzneimitteltherapie, aber auch zu grundsätzlichen Fragen Stellung genommen wird. Im Jahr 2000 initiierte Professor Thimme das Berliner Herzinfarktregister und war bis 2006 dessen Vorsitzender. Das Berliner Herzinfarktregister, an dem zurzeit 23 Kliniken in Berlin teilnehmen, hat sich zur Aufgabe gemacht, systematisch qualitätsorientierte Daten von Herzinfarktpatienten zu sammeln, auszuwerten, zu vergleichen und daraus zu lernen. Dies hat dazu geführt, dass sich die Sterblichkeit von Herzinfarktpatienten von 2001 bis 2008 halbiert hat. "Sie haben sich mit diesem Herzinfarktregister nicht nur für die Berliner Ärzteschaft, sondern auch um die Berliner Bevölkerung in höchstem Maße verdient gemacht", würdigte Kammerpräsident Dr. med. Günther Jonitz die Arbeit Thimmes.

Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm

Der Urologe Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm (69) wurde 1942 in Krefeld geboren. Er studierte zwischen 1961 und 1967 Medizin in Köln und Berlin. Von 1967 bis 1969 leistete er Medizinalassistenz an den Kliniken der Freien Universität Berlin. Am 1. Oktober 1974 ließ er sich als Facharzt für Urologie in Berlin nieder.  

Dr. Richter-Reichhelms berufspolitische Karriere ist ebenso umfangreich wie umfassend: Von 1981 bis 2004 war er Delegierter der Ärztekammer Berlin, in den Jahren 1983 und 84 gehörte er dem Kammervorstand an. In den Jahren 1985 bis 1988 war er erstmals Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin, zwischen 1989 und 1992 deren 1. Vorsitzender. Das selbe Amt hatte er nochmals zwischen 1997 und 2004 inne. 1997 bis 2000 war er Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, zwischen 2000 und 2004 deren 1. Vorsitzender. Während dieser Zeit hat Dr. Richter-Reichhelm zahlreiche berufspolitische Erfolge vorzuweisen. Dazu gehören die Zusammenführung der Ost- und West-Berliner Ärzte, die Beseitigung der Arzneimittel-Kollektivhaftung, die Durchsetzung des Wohnortprinzips in der Gesetzlichen Krankenversicherung und die Einführung der KVB-Qualitätsberichte, die das Leistungsspektrum der niedergelassenen Ärzte transparent machen. Kammervizepräsident Dr. med. Elmar Wille würdigte darüber hinaus Richter-Reichhelms besondere Verdienste um die Aufarbeitung der Geschichte der jüdischen Kassenärzte während des NS-Regimes.

Der Namensgeber

Die Georg-Klemperer-Medaille wurde von der Ärztekammer Berlin in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben. Namensgeber der Auszeichnung ist der Berliner Internist Professor Georg Klemperer (1865 - 1946). Der Sohn eines Rabbiners etablierte im Krankenhaus Moabit eine ebenso menschliche wie wissenschaftlich fundierte Medizin. 1935 musste Klemperer vor den Nazis in die USA fliehen. Ziel des Kammertages ist es, ehren- und hauptamtlich tätige Mitarbeiter der Ärztekammer Berlin in einem anregenden und entspannten Umfeld zusammenzubringen.

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