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Höchster Stand an Masernerkrankungen seit über 10 Jahren in Berlin - Zweimalige Masernimpfung schützt!

(01.09.2011)  Senatsverwaltung für Gesundheit, Ärztekammer Berlin und Kassenärztliche Vereinigung Berlin raten zur Masernimpfung.

Gemeinsame Pressemitteilung  

Mit 130 Fällen im ersten Halbjahr dieses Jahres wurde die höchste Zahl an Masernerkrankungen seit Einführung der Meldepflicht durch das Infektionsschutzgesetzt in 2001 beobachtet. Demgegenüber waren es im gesamten Jahr 2010 nur 92 Fälle. Auffällig ist die im Vergleich zu den Vorjahren deutlich erhöhte Zahl Erkrankter Kleinkinder im Alter unter einem Jahr. Auch die Erkrankungen bei Personen ab einem Alter von 15 Jahren bis ins Ewachsenenalter sind außergewöhnlich hoch. In beiden Altersgruppen musste jeweils über die Hälfte der Erkrankten im Krankenhaus behandelt werden. Häufige Komplikationen sind Lungenentzündung und Mittelohrentzündung. Aber auch Enzephalitis (Entzündung des Gehirns) kommt als Folge einer Maserninfektion vor, wurde jedoch in Berlin im laufenden Jahr bisher noch nicht berichtet. 

Die Masernimpfung erfolgt nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) in einem Kombinationsimpfstoff zusammen mit Mumps und Röteln. Zwei Impfungen sind für einen optimalen Schutz notwendig. Die erste Impfung soll zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat erfolgen, die zweite zwischen dem 15. und 23. Lebensmonat. Säuglinge und Kleinkinder sind besonders durch einen komplizierten Verlauf der Erkrankung gefährdet. Bis zum Erreichen des Impfalters hängt íhr Schutz aber vorrangig von der guten Durchimpfung ihrer Umgebung ab (sogenannte "Herdenimmunität").

Für ältere Kinder und Erwachsene, die noch nicht oder nur einmal gegen Masern geimpft wurden, sollten die Impfungen unbedingt nachgeholt werden. Die Gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten einer einmaligen Impfung mit Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff für alle Personen, die nach 1970 geboren sind. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat damit die Empfehlungen der STIKO vollständig in die Impfschutzrichtlinie übernommen. Nicht dokumentierte Impfungen gelten als nicht erbracht.

Falls Unsicherheiten über den eigenen oder den Impfschutz der Kinder bestehen, muss dieser unbedingt anhand des Impfbuchs beim Arzt geprüft werden. Nicht nur der Haus- und Kinderarzt, sondern auch viele andere niedergelassene Ärzte bieten die Impfungen an. Fragen Sie einfach bei Ihrem Arztbesuch nach! Auch bei den zum Schulbeginn in Berlin durchgeführten Einschulungsuntersuchungen wird der Masernimpfschutz überprüft. Viele infizieren sich auf Auslandsreisen mit dem Masernvirus. Es ist ratsam, insbesondere vor Reisen den Masernimpfschutz zu prüfen, um sich ggf. noch rechtzeitig impfen zu lassen. Für Beratungen zur Masernimpfung stehen neben den niedergelassenen Ärzten auch die Berliner Gesundheitsämter und die Kinder- und Jugendärztlichen Dienste der Bezirke zur Verfügung.

Kontaktdaten der Gesundheitsämter:
http://www.berlin.de/verwaltungsfuehrer/gesundheitsaemter/

Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz
Kassenärztliche Vereinigung Berlin www.kvberlin.de

Ärztekammer Berlin
- Pressestelle -
Sascha Rudat, Tel. 030/ 40 80 6-4100/-4101/-4102
E-Mail: presse@aerztekammer-berlin.de

 

 

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