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Ärztekammer Berlin unterstützt Aktionsbündnis Patientensicherheit

(20.04.2005)  Bundesweite Initiative zum Fehlermanagement

Der Präsident der Ärztekammer Berlin, Dr. med. Günther Jonitz (Chirurg), gehört zu den Gründungsmitgliedern des neuen Aktionsbündnis' Patientensicherheit, das sich am 11. April 2005 in Düsseldorf konstituierte. Das Bündnis wird sich künftig auf breiter Ebene der Fehlerprävention im Gesundheitswesen widmen und bundesweit Aktivitäten hierzu bündeln. Jonitz wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden der neuen Initiative gewählt, Vorsitzender ist Prof. Dr. med. Matthias Schrappe von der Philipps-Universität Marburg.

Hintergrund: Untersuchungs- und Behandlungsabläufe werden im Gesundheitswesen immer komplexer. Um die Patientensicherheit zu gewährleisten, werden hohe Anforderungen an die Mitarbeiter in der Gesundheitsversorgung gestellt. So belegen Studien aus dem Ausland, dass bei der Behandlung von 5 - 10 % der Patienten im Krankenhaus "unerwünschte Ereignisse" vorkommen, hiervon wären etwa 30 bis 50 % vermeidbar. Oft sind solche Pannen auf Organisations- und Kommunikationsdefizite zurückzuführen. Um sie künftig zu vermeiden, ist es notwendig, Fehler und "Beinahe-Fehler" in der Medizin systematisch zu erfassen und auszuwerten. So genannte "Fehlermeldesysteme" (viele von ihnen sind computergestützt) sind hierfür wichtige Instrumente. Mit ihrer Hilfe können Kliniken und Praxen "Beinahe-Fehler" gezielt erfassen und mögliche Fehlerquellen in den Abläufen frühzeitig identifizieren.

Es ist wichtig, dass wir einen Kulturwandel im Umgang mit medizinischen Fehlern erreichen. Nicht mehr "wer" ist schuld, sondern "was" ist schuld, sollte uns interessieren. Denn hinter dem Fehler eines Einzelnen stehen in der Regel Organisationsmängel, die man beheben kann. "Insofern ist jeder frühzeitig entdeckte Fehler ein wertvoller Schatz", so Günther Jonitz.

Beteiligt am Aktionsbündnis Fehlermanagement sind unter anderem Patientenvertreter, Vertreter der Bundesärztekammer, der Landesärztekammern Nordrhein, Berlin und Bayern, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, der AOK, der Deutschen Krankenhausgesellschaft, des Deutschen Pflegerats, des VdAK und des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Medizin. Weitere Mitglieder sollen folgen.

Das Aktionsbündnis hat eine eigene Homepage eingerichtet: www.aktionsbuendnis-patientensicherheit.de

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