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Abschlussprüfung mit Mindestabstand

(01.07.2020)  390 Auszubildende und umzuschulende Medizinische Fachangestellte schreiben ihre Klausuren

Ursprünglich sollten die Klausuren der Abschlussprüfung bereits Ende April wie üblich in den Räumen der Ärztekammer Berlin geschrieben werden. „Etwas eng wird es schon werden, sicher, doch das klappt“, so die einhellige Auffassung unter den Verantwortlichen.

Nicht aber mit und unter Corona! Schnell war klar: Die Terminverlegung auf den 20. Juni wird nicht ausreichen, in der Kammer sind die ca. 400 zu Prüfenden unter Mindestabstand nicht unterzubringen. Nach wenigen Telefonaten dann Erleichterung: „Wir bekommen das Oberstufenzentrum Gesundheit I, die Berufsschule im Wedding, für einen ganzen Samstag”. Das im Münchner Olympiajahr 1972 errichtete Schulgebäude mit seiner großzügigen Raumkonzeption in den Zuführungsbereichen war nun wirklich ein guter Ort, um den besonderen Anforderungen der Corona-Verordnungen gerecht werden zu können; guten Mutes haben die Mitarbeiterinnen der Fachabteilung 3 – Schwerpunkt Berufsbildung daher die organisatorische Herausforderung angenommen.

Im Vorfeld wurden viele Gespräche geführt, Abstimmungen getroffen, Ablaufpläne erstellt, Informationen übermittelt und Abstands- sowie Hygieneregeln an alle Beteiligten kommuniziert. Aufgrund des Hygienekonzeptes mussten zusätzliche Aufsichtspersonen gewonnen werden, die unter strengen Hygienevorgaben in den 41 Prüfungsräumen über einen Zeitraum von sechs Stunden das Prüfungsgeschehen überwachten.

Damit das Prüfungsgeschehen reibungslos ablaufen und gleichzeitig das Infektionsrisiko für die Prüfungsteilnehmenden und alle Beteiligten auf ein Minimum reduziert werden konnte, wurden drei zentrale Ideen konsequent umgesetzt:

1. Die Prüfungsteilnehmenden wurden am Tag der Prüfung mittels zuvor zugeteilter Farbcodes über fünf verschiedene Eingänge in das Prüfungsgebäude und die Prüfungsräume geleitet.

2. Die Ladung und der Einlass der zwei Prüfungszüge erfolgten zeitversetzt.

3. Der vorgeschriebene Abstand wurde in allen 41 Prüfungsräumen eingehalten; es waren maximal 10 Teilnehmende im Raum.

Letztendlich konnte durch das vorbildliche Zusammenwirken aller ein reibungsloser Ablauf gewährleistet werden. Die Prüflinge hielten sich erfreulich diszipliniert an die Vorgaben zu Mindestabständen sowie zur Hygiene. In milder Aufregung folgten sie den unterschiedlichen Farbmarkierungen in ihre Prüfungsräume.

Ein besonderer Dank gilt der Schulleitung des Oberstufenzentrums Gesundheit I! Danke auch an alle Mitwirkenden, die dafür gesorgt haben, dass die Medizinischen Fachangestellten in spe an diesem Samstag im Juni ihre Klausuren schreiben konnten, und an all die Ausbildungspraxen und Ausbildungsstätten, die in den vergangenen Monaten unter großen Herausforderungen und Spannungen standen und trotzdem dazu beigetragen haben, dass ihre Auszubilden den motiviert zur Prüfung angetreten sind. Zwischen dem 10. August und 4. September stehen die praktisch-mündlichen Prüfungen an, die ursprünglich im Juni stattfinden sollten. Immer noch unter Corona, aber anders. Flexibilität ist gefragt, die Vorbereitungen laufen!

Wir wünschen uns, dass möglichst viele Kandidatinnen und Kandidaten des Corona Sommers ihre Prüfung bestehen werden!

Abteilung 3 – Schwerpunkt Berufsbildung

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