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Humanitäre Hilfe: Unterstützung für Nordost-Syrien

(30.01.2020)  Mit einem Aufruf zur humanitären Hilfe in Nordost-Syrien (Rojava) richtet sich eine Gruppe Berliner Ärztinnen und Ärzte an Kolleginnen und Kollegen.

Aus Solidarität mit den kurdisch-syrischen Kolleginnen und Kollegen in „Rojava“, hielt sich zwei Wochen nach Beginn der türkischen Militärintervention in Nordost-Syrien im Oktober 2019 eine europäische Mediziner-Delegation für kurze Zeit in der Krisenregion auf und konnte sich vor Ort ein Bild machen über die Zerstörungen im Gesundheitssektor, den verheerenden Folgen für die Zivilbevölkerung und dem Bedarf an konkreter medizinischer Hilfe. So wurden Ambulanzen des „Kurdischen Roten Halbmondes“ (HeyvarSor) angegriffen, Rettungssanitäter ermordet und zahlreiche Einrichtungen des Gesundheitswesens zerstört. Die Delegation konnte die Erstversorgung von Verletzten in der Front-Klinik Tell Tamr unterstützen und mit Opfern von Phosphorbomben im Krankenhaus von Hasaka sprechen.

In den Krankenhäusern von Derik, Qamislo, Hasaka und Tell Tamr, konnte sich die Delegation davon überzeugen, dass das lokale Gesundheitssystem den Anforderungen einer angemessenen medizinischen Versorgung nur schwer standhalten kann, wobei es nicht an Aufopferungswillen mangelt, sondern an Materialien und vor allem an qualifiziertem Personal. Internationales Personal von NGOs haben das Gebiet verlassen. Die schwierige Lage im Gesundheitssektor spiegelt sich in der großen Anzahl von aufgeschobenen komplexen OPs und unzureichend behandelten Komplikationen wider. Es besteht daher der ausdrückliche Wunsch der Ärztinnen und Ärzte in Nordost-Syrien nach beratender fachlicher Unterstützung durch Spezialisten.

Dieser Aufruf geht an alle Kolleginnen und Kollegen aus den BereichenOrthopädie/Unfallchirurgie, Allgemeinchirurgie, Ophthalmologie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Plastische Chirurgie, Neurochirurgie, Kinderchirurgie und Rehabilitation. Es ist angedacht, sich zu interdisziplinären Fallbesprechungen zusammenzufinden, um die kurdischen Kolleginnen und Kollegen bei speziellen medizinische Fachfragen und Behandlungsmaßnahmen über Skype-Konferenzen (ca. 1 Std. pro Woche) zu beraten und zu unterstützen. Über das weitere Vorgehen, Koordination, Ort und Termine der Sitzungen in Berlin werden die betroffenen Kolleginnen und Kollegen nach Erstellung der Teilnehmerliste rechtzeitig benachrichtigt. Im Rahmen dieses humanitären Hilfsprojekts sollen später auch Kurzeinsätze von erfahrenen Ärztinnen und Ärzten zur Unterstützung kurdischer Kolleginnen und Kollegen bei der medizinischen Versorgung schwieriger Fälle im sicheren Nordirak durchgeführt werden.

Prof Dr. Reinhold Grün, Dr. Rolf Kühnelt, Prof. Dr. Christof Müller-Busch für FrAktion Gesundheit in der Ärztekammer Berlin

Kontakt:

Dr. Reinhard Jung-Hecker,
Tel.: 0176/40571189
E-Mail:
junghecker@yahoo.de

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