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Medizinprodukte: Vorsicht bei Umstellung konischer Kegelverbindungen

(25.01.2017)  Warnung der Arbeitsgruppe Medizinprodukte der Bundesländer und des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Die hessische Landesregierung hat im Namen der Arbeitsgruppe Medizinprodukte (AGMP) der Bundesländer und des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf mögliche Risiken und daraus resultierende risikominimierende Maßnahmen aufmerksam gemacht, die sich im Zusammenhang mit der aktuellen bzw. anstehenden Umstellung konischer Kegelverbindungen von bestimmten Medizinprodukten und bestimmten medizinischen Geräten ergeben können.

Wie das hessische Sozialministerium informiert, wird das derzeit universell gängige Verbindungssystem zwischen Spritzen, Kanülen, Kathetern, Infusionsschläuchen, Mehrwegehähnen, Spinalnadeln etc. – bekannt als Luer-Verbindung – umgestellt. Die Medizinproduktehersteller werden in den kommenden Monaten neue Verbindungstypen auf den internationalen wie auch auf den deutschen Markt bringen. Vorgesehen sind spezifische Anschlüsse jeweils für respiratorische Systeme, enterale Ernährung, plethysmographische Blutdruckmessung und neuroaxiale Anwendungen. Die bisherigen Luer-Verbindungen sollen künftig nur noch transdermalen und intravaskulären Anwendungen vorbehalten sein.

Ziel der Umstellung ist die Minimierung von Verwechslungsrisiken durch mechanisch zwar passende, aber medizinisch nicht vorgesehene und somit für den Patienten möglicherweise lebensbedrohliche Verbindungen.

Verantwortung für die Umstellung tragen nicht nur die Hersteller, sondern auch Ärztinnen und Ärzte als Betreiber der Medizinprodukte. Es gehört zu den Aufgaben des Qualitäts- bzw. Risikomanagements einer Praxis, Klinik oder sonstiger medizinischer Versorgungseinrichtungen, die Risiken der Umstellung zu minimieren. So können z. B. ein zeitweises Nebeneinander von neuen und alten Verbindungen oder eine innerhalb oder zwischen klinischen Einrichtungen nicht abgesprochene Umstellung zu Gefahren im Versorgungsablauf führen.

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. hat eine kostenlose Handlungsempfehlung in zwei Varianten zur Begleitung des Umstellungsprozesses veröffentlicht, die Sie hier finden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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