Unser Presseportal
Drucker

Masern: Senatsverwaltung empfiehlt Schutzimpfung auch für vor 1970 Geborene

(02.07.2013)  - Ergänzende Empfehlungen zur STIKO -

Die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales Berlin rät ergänzend zu den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (STIKO) auch Personen, die vor 1970 geboren sind, zu einer Masernschutzimpfung. Dies geht aus einem "Rundschreiben über öffentlich empfohlene Schutzimpfungen und andere Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe" hervor, das am 28.06.2013 im Amtsblatt für Berlin veröffentlicht wurde. Von Seiten der STIKO gilt diese Empfehlung nur für Personen, die nach 1970 geboren wurden.

Vorsicht bei der Abrechnung!

Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin weist in diesem Zusammenhang auf mögliche Probleme bei der Abrechnung der Impfung gemäß Senatsempfehlung hin. Wie KV-Vorstand Burkhard Bratzke erläuterte, hat die KV Berlin drei Impfvereinbarungen mit den gesetzlichen Krankenkassen abgeschlossen. Eine mit der Knappschaft /Bahn/See, eine mit der AOK und die dritte mit allen anderen Kassen. In allen Vereinbarungen wird die STIKO-Empfehlung seinen Angaben zufolge als Grundlage für den Leistungsanspruch der gesetzlich Versicherten und die Abrechnungsmöglichkeit der Vertragsärztinnen und -ärzte herangezogen. Für alle Impfungen außerhalb der STIKO Empfehlungen gelte, dass privat liquidiert und rezeptiert werden muss. 

Die KV rät deshalb den Vertragsärzten zwischen den unterschiedlichen Inhalten der "öffentlich empfohlenen Impfungen" und der "STIKO-Empfehlung" sorgfältig zu differenzieren. Zu Lasten der Kassen geht in Berlin die Masernschutzimpfung nur, wenn die Voraussetzungen der STIKO vorliegen. Diese sind wie folgt: Alle Kleinkinder sollen ab dem 11. Monat zwei Impfungen gegen Masern, meist in Kombination mit Mumps, Röteln und Varizellen erhalten. Darüber hinaus sollen Impflücken bei Kindern und Jugendlichen, die bisher nicht zweimal gegen Masern geimpft wurden, geschlossen werden.

Außerdem empfiehlt die STIKO allen Erwachsenen,

  • die nach 1970 geboren wurden und
  • bei denen keine Masernerkrankung ärztlich dokumentiert ist und
  • die einen unklaren Masernimpfstatus oder aber bislang nur eine oder gar keine Impfung erhalten haben

eine einmalige aktive Immunisierung vorzugsweise mit einem MMR-Impfstoff.

RSS Newsfeed abonnieren  |  Was ist ein RSS Newsfeed?

BERLINER ÄRZTE - Mitgliederzeitschrift
LEITERIN STABSSTELLE

barth

Sonja Barth
ASSISTENTIN

Floerke

Laura Flörke
Tel.: 030 40806-4101
PRESSESPRECHER

rudat

Sascha Rudat
Tel.: 030 40806-4100
E-Mail: s.rudat@aekb.de
PRESSEREFERENTIN

Braun_web

Michaela Braun
Tel.: 030 40806-4105
E-Mail: m.braun@aekb.de 
PRESSEREFERENTIN

Guillen

Xóchil Guillén-Sautter
Tel.: 030 40806-4104
E-Mail: x.guillen-sautter@aekb.de

© 2018 Ärztekammer Berlin

 

Ärztekammer Berlin english_icon
Friedrichstr. 16 | 10969 Berlin
Telefon +49 30 / 40806-0 | Fax +49 30 / 40806-3499 | E-Mail kammer@aekb.de