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Neues Onlineportal will Alltag in Kliniken zeigen

(06.12.2012)  Dialogplattform für das Gesundheitswesen

An deutschen Kliniken wird zu wenig kommuniziert, sagt Moritz Peill-Meininghaus, Anästhesist aus Berlin. Das beeinträchtige die Arbeitszufriedenheit, führe zu Missständen und reduziere die Qualität der Arbeit am Patienten: "Die Ärzte und die pflegerischen Mitarbeiter machen viele Erfahrungen - sie wissen, was anders laufen müsste. Aber diese Informationen kommen nicht bei den richtigen Stellen an!" Um das zu ändern, hat der 40-jährige Arzt, der für den Marburger Bund in der Delegiertenversammlung der Ärztekammer Berlin sitzt, ein neues Online-Portal gegründet, das kürzlich an den Start gegangen ist: "Klinikstand" (www.klinikstand.de).  

Seit Einführung der Fallpauschalen 2003 hat sich der Betrieb der Krankenhäuser tiefgreifend verändert: Die Wirtschaftlichkeit rückt immer mehr in den Vordergrund und droht, die Patientenversorgung zu beeinträchtigen. Während früher der Chefarzt das Sagen hatte, steht in modernen Krankenhauskonzernen die Klinikleitung an der Spitze der Hierarchie. Immer mehr Kranke werden durch das System geschleust, doch das in der Versorgung tätige Personal wird nicht aufgestockt. Auch werde sein Rat nicht gehört, kritisiert der Unternehmensberater Jens Hager van der Laan in einem Leitartikel auf "klinikstand.de". Darunter leide die Qualität der Zusammenarbeit. Es gelte "Klappe halten und wegsehen".

Auf "klinikstand.de" können Ärzte und Pflegekräfte, ohne ihre Namen preiszugeben, Beiträge zum "Stand der Dinge" in ihren Kliniken schreiben. Dabei versteht sich das Portal nicht als "Meckerkasten", sondern als Plattform für konstruktive Kritik. Es fordert die Nutzer dazu auf, Verbesserungsvorschläge und Lösungsmodelle einzubringen, Meinungen und Wünsche zu äußern. In einem Forum kann darüber diskutiert werden; ergänzt wird das Online-Angebot durch Umfragen und Leitartikel wechselnder Gastautoren zum "Stand" des Gesundheitswesens.

Kritik und Anregungen werden von "klinikstand.de" an die betroffenen Klinikleitungen weitergeleitet, ohne die Identität von Verfassern oder Adressaten offenzulegen: "Wir haben äußerst strenge Datenschutzrichtlinien", so Peill-Meininghaus. Er ist überzeugt, dass die Plattform dennoch zu positiven Veränderungen führen wird: "Dass Missstände herrschen, liegt vor allem daran, dass Erfahrungen aus der unmittelbaren Patientenversorgung - vom engagierten Hilfspfleger bis hin zum Chefarzt - nicht diejenigen erreichen, die etwas ändern könnten: Das sind Geschäftsführung, ärztliche und pflegerische Leitung.? 

"klinikstand.de" sieht sich also als unabhängige Plattform, um die im Gesundheitssystem Arbeitenden miteinander ins Gespräch zu bringen - über "echte, authentische und unabhängige Berichte über den aktuellen Stand der Dinge". Hinter dem Projekt steht eine Gruppe von Ärzten, Pflegekräften, Gesundheitsökonomen und interessierten Bürgern, die bestehende Missstände beheben und einen konstruktiven Einfluss auf das Gesundheitswesen nehmen wollen. Finanziert wird Klinikstand über Spenden sowie die Einnahmen interessierter Klinikleitungen.

Kontakt: Redaktion Klinikstand
Dr. Moritz Peill-Meininghaus
Tel.: 030 403 015 55 

 

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