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Hertha-Nathorff-Preis verliehen

(14.03.2011)  Die Auszeichung ging in diesem Jahr an vier Preisträger/innen für ihre besonderen Masterarbeiten im Bereich Public Health.

Der Vizepräsident der Ärztekammer Berlin, Dr. med. Elmar Wille, hat am 11. März die diesjährigen Preisträger des Hertha-Nathorff-Preises ausgezeichnet. "Wir vergeben diesen Preis bereits seit 1995, also seit mehr als 15 Jahren. Von Beginn an war es unser Ziel, vor allem solche Arbeiten zu würdigen, die sich durch einen deutlichen Bezug auf die Versorgungspraxis auszeichnen", erklärte Wille bei der Preisverleihung in der Charité.

Aus Paragraf 1 der ärztlichen Berufsordnung "Der Arzt dient der Gesundheit des einzelnen Menschen als auch der Gesundheit der Bevölkerung" leite sich auch die Stiftung des Hertha-Nathorff-Preises ab. Bei der Analyse der gesellschaftlichen, politischen und ökonomisch bedingten Einflüsse auf die Versorgungspraxis liefere gerade die gesundheitswissenschaftliche Forschung wichtige Erkenntnisse.

Folgende Arbeiten wurden ausgezeichnet:

1. Preis:
"Gesundheitsförderung und Prävention in Berliner und Brandenburger Kindertagesstätten"
von Katja Becker.

Die Arbeit untersucht, wie die Träger und Trägerverbände von Kindertagesstätten aus Berlin und Brandenburg die Umsetzung von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention in Kindertagesstätten beurteilen. Die Autorin der Studie hat zu diesem Zweck insgesamt 13 Experteninterviews durchgeführt und qualitativ ausgewertet. Die Stärken der Arbeit liegen aus Sicht der Jury vor allem in der sehr gut nachvollziehbaren Darstellung der Fragestellung und des methodischen Vorgehens.

Die Arbeit wurde an der Freien Universität im Studiengang "Public Health: Prävention und Gesundheitsforschung" zur Erlangung des Grades "Master of Public Health" eingereicht.

Der erste Preis ist mit 1.250 Euro dotiert.


2. Preis:

"Berechnung der gesunden Lebenserwartung in Stuttgart für die Jahre 2005 bis 2007"
von Dr. rer nat. Anja-Kerstin Zimmermann

Die Autorin berechnet am Beispiel der Stadt Stuttgart die durchschnittliche Lebenserwartung mit und ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen. Es geht ihr um die Frage, ob die steigende Lebenserwartung vor allem durch einen steigenden Anteil an Lebensjahren, die in guter Gesundheit erlebt werden, geprägt sind, oder ob sich eine längere Lebenszeit vor allem durch eine Verlängerung der Zeit, die durch schwere Erkrankung oder Pflegedürftigkeit geprägt ist, auszeichnet. Die Arbeit wurde an der Berlin School of Public Health an der Charité vorgelegt.
Der 2. Preis ist mit 750 Euro dotiert.
 

3. Preis
Für den dritten Preis gab es in diesem Jahr zwei Preisträger zu beglückwünschen
.

Die von Sven Knüppel im Rahmen des Masterstudienganges Epidemiologie an der Charité durchgeführte Masterarbeit befasst sich mit der Entwicklung und Anwendung statistischer Methoden zur Modellierung des Zusammenhanges von Ernährung und chronischen Erkrankungen. Seine auf der Basis einer empirischen Datenanalyse und einer Simulationsstudie durchgeführte Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung einer Kalibrierungsstrategie von Ernährungsdaten für Kohortenstudien.

Mit einem weiteren dritten Preis wurde Jasper Littmann ausgezeichnet, der sich mit seiner gesundheitswissenschaftlichen Abschlussarbeit mit der Impfstrategie zur H1N1 -Schutzimpfung in Berlin im Jahr 2009 auseinandersetzt. Der Titel seiner Arbeit lautet "Ethische Implikation bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten - "Das Beispiel der Impf-Priorisierung in Berlin während der H1N1-Pandemie".
Beide dritte Preise sind mit jeweils 250 Euro dotiert.
 


Mit dem Hertha-Nathorff-Preis
zeichnet die Ärztekammer Berlin seit 1995 jährlich die besten Magister- und Masterarbeiten Berlins im Bereich Public  Health / Gesundheitswissenschaften aus. Namensgeberin des Preises ist die jüdische Ärztin Hertha Nathorff (1895-1993), die in den 20er und 30er Jahren engagiert im öffentlichen Gesundheitswesen Berlins tätig war, unter der Nazi-Diktatur ihren Beruf aufgeben musste und 1939 in die USA emigrierte.

In die Beurteilung fließen derzeit Arbeiten aus drei Studiengängen ein: 

  • Master of Public Health und
  • Master of Science in Epidemiology (beide angesiedelt an der Berlin School of Public Health der Charité) sowie
  • Prävention und Psychosoziale Gesundheitsforschung (FU Berlin).  

 

Foto: S. Rudat
Kammervizepräsident Dr. med. Elmar Wille, Prof. Ulrike Maschewsky-Schneider
(Berlin School of Public Health), Preisträger Jasper Littmann,
Prof. Dieter Kleiber (FU Berlin), Preisträgerin Katja Becker und
Preisträger Sven Knüppel (v.l.n.r.).

 

Foto: S. Rudat

Kammervizepräsident Dr. Wille gratuliert Absolventin Katja Becker
zum 1. Preis.

 

Foto: S. Rudat

Die diesjährigen Absolventen der Berlin School of Public Health.

 

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