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Patientenkommunikation im Schadensfall

(31.05.2010)  Wie sieht eine richtige und angemessene Kommunikation im Falle eines Behandlungsfehlers aus? Dieser Frage ging eine Expertenrunde auf dem Hauptstadtkongress 2010 nach.

Unter der Moderation von Kammerpräsident Dr. med. Günther Jonitz und Professor Dr. med. Walter Schaffartzik, Vorsitzender der Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der norddeutschen Ärztekammern, wurde die Fragestellung aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Wegen einer namentlichen Abstimmung im Bundestag konnte allerdings der Patientenbeauftragte des Bundes, Manfred Zöller (CSU) nicht an der Runde teilnehmen. "Eine offene Kommunikation mit dem Anspruchsteller ist nötig", betonte Manfred Klocke, Hauptgeschäftsführer des Ecclesia Versicherungsdienstes. Aus seiner Sicht behindern Haftpflichtversicherungen die Kommunikation mit den Patienten nicht. Es sei notwendig, im Schadensfall offensiv das Gespräch mit dem Patienten zu suchen. "Aber das ist Chefsache." Keinesfalls dürften aber Ärzte oder Kliniken Schadensersatzansprüche und deren Höhe anerkennen. Dies sei Sache des Versicherers. "Wir prüfen auf Verschulden und Kausalität", sagte Klocke.

Die Arbeit der Medizinischen Dienste der Krankenkassen stellte Dr. Gert von Mittelstaedt vor. Er war bis 2009 Leitender Arzt und Stellvertretender Geschäftsführer des MDK Hessen. Anders als beim Schlichtungsverfahren der Ärztekammern wird bei der Gutachtenerstellung des MDK - beauftragt durch die Krankenkasse - der betroffene Arzt nicht angehört. Mittelstaedt betonte, dass die MDK-Gutachten, die ab 2010 mit einem erweiterten Datensatz ausgestattet werden, qualitativ wesentlich besser geworden seien.

Foto: S. Rudat

Dr. med. Andreas Crusius, Präsident der Landesärztekammer Mecklenburg-Vorpommern und bei der Bundesärztekammer für die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen zuständig, schloss sich mit seinen Ausführungen Manfred Klocke an. Es müsse einen offenen Umgang mit Fehlern und Gesprächsbereitschaft mit betroffenen Patienten geben. Crusius berichtet, dass man derzeit darauf hinarbeite, die Verfahren bei den Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen in Deutschland zu vereinheitlichen.

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