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Bundesweite Krankenhausbefragung zum klinischen Risiko-Management

(26.02.2010)  Institut für Patientensicherheit führt Befragung im März und April durch.

Das im vergangenen Jahr vom Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. und der medizinischen Fakultät der Universität Bonn gegründete Institut für Patientensicherheit (IfPS) führt im März und April 2010 (Start 08.03.) eine systematische Befragung aller deutschen Krankenhäuser zum Einführungsstand des klinischen Risiko-Managements (kRM) durch.

Das Projekt verfolgt zwei Ziele: Zum einen soll erstmalig eine detaillierte nationale Erhebung stattfinden. Zum anderen soll die Weiterentwicklung der Krankenhäuser auf diesem Gebiet dadurch gefördert werden, dass jedes teilnehmende Haus auf Wunsch kostenfrei einen individuellen Report erhält, aus dem der eigene Stand insbesondere im Vergleich mit Häusern von ähnlicher Größe und Versorgungstyp hervorgeht.

Neben dem Aktionsbündnis Patientensicherheit rufen die Bundesärztekammer, der Deutsche Pflegerat und die Deutsche Krankenhausgesellschaft zur Beteiligung an der Befragungsstudie auf. Das IfPS wird in diesem Vorhaben mit dem Deutschen Krankenhausinstitut e.V. (DKI) zusammenarbeiten, das als Vertrauensstelle für die befragten Krankenhäuser fungiert.

Nach Ergebnissen des Krankenhausbarometers 2008 (DKI-Befragung) sind die deutschen Krankenhäuser bezüglich der Einführung von klinischem Risiko-Management überwiegend noch am Anfang, d.h. entweder noch gar nicht damit beschäftigt (21 %) oder in der Planungs- und Konzeptionsphase (40%). Das eingesetzte Instrument fragt in Anlehnung an einen Fragebogen, den die ETH Zürich und die Hochschule Luzern 2007 in der Schweiz für eine dortige nationale Erhebung entwickelt haben, im Detail nach

  • den Strategien, Zielen und Strukturen des kRMs,
  • der Nutzung externer Unterstützung und Beratung,
  • den Methoden der Risikoinformationssammlung,
  • dabei speziell nach CIRS (Critical Incident Reporting System),
  • Verfahren der Analyse von klinischen Risiken,
  • konkreten Maßnahmen zur Verminderung von Risiken,
  • Methoden der Risikoüberwachung,
  • der Dokumentation und Darlegung der kRM-Aktivitäten,
  • Verbesserungs- und Fortbildungsbedarfen sowie
  • erkannten klinischen Risikoschwerpunkten.

Der Fragebogen wurde einem ausführlichen Vortest unterzogen, an dem 11 Krankenhäuser aller Größen und Versorgungsstufen sowie 9 Experten auf dem Gebiet der Patientensicherheitsforschung und des kRM teilnahmen und so ihre Anregungen einbringen konnten. Die Publikation der von vielen mit großem Interesse erwarteten Befragungsergebnisse ist für das dritte Quartal 2010 geplant.

Dr. Jörg Lauterberg
Institut für Patientensicherheit der Universität Bonn

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