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Vorlage von Urkunden nur im Original oder in beglaubigter Kopie

(12.03.2009)  Warum lässt sich die Kammer Urkunden in dieser Form vorlegen?

Der Fall einer vermeintlichen Ärztin hat im vergangenen Jahr bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt: Die inzwischen zu einer Bewährungsstrafe verurteilte Frau studierte nach ihrem Scheitern im Physikum weiter und wurde schließlich als Assistenzärztin im Uniklinikum Hamburg angestellt. Die erforderlichen Urkunden wie zum Beispiel die Approbationsurkunde fälschte sie; Kopien der Fälschungen reichte sie bei ihrem Arbeitgeber und der Ärztekammer Hamburg ein. Erst die wiederholte hartnäckige Aufforderung der Kammer, ein Original der Approbationsurkunde vorzulegen, bewog sie schließlich, den Schwindel auffliegen zu lassen.

An diesem Fall zeigt sich, wie wichtig eine funktionierende ärztliche Selbstverwaltung ist: Die Ärztekammern müssen dafür Sorge tragen, dass zum Schutz der Patienten und im Interesse der Angehörigen des ärztlichen Berufsstands nur qualifizierte Personen die ärztliche Heilkunde ausüben; hierfür unter anderem führen die Kammern Berufsregister.

In der Berliner Ärztekammer sind die Mitarbeiterinnen im Arbeitsschwerpunkt Melde- und Beitragswesen für die Führung und Pflege des Berufsregisters verantwortlich. Im Jahr 2008 wurden circa 24.000 melderelevante Vorgänge bearbeitet. Etwa 2.000 davon betrafen Neu- oder Wiederanmeldungen bei der Ärztekammer. Die Mitarbeiterinnen haben bei Neuzugängen die vorgelegten Urkunden, wie zum Beispiel Approbationsurkunden sowie Urkunden über akademische Grade und Weiterbildungsbezeichnungen sorgsam zu überprüfen. Sie haben ihren Prüfauftrag nur dann ordnungsgemäß erfüllt, wenn sie davon überzeugt sind, dass die behaupteten Qualifikationen nachgewiesen sind. Hierfür müssen sie sich nach der Meldeordnung der Ärztekammer Berlin das Original der entsprechenden Urkunde oder Bescheinigung oder eine amtlich beglaubigte Kopie vorlegen lassen. 

Sicherlich ist es für die Kammerangehörigen manchmal mühselig, ihrer Vorlage- und Nachweispflicht nachzukommen. Letztlich wird hierdurch aber das Vertrauen der Öffentlichkeit in die behandelnden Ärzte und die von ihnen geführten Berufsbezeichnungen gestärkt. Dies dient dem gesamten ärztlichen Stand.

Der eingangs erwähnte Fall hat die Diskussion über Sinn und Zweck der ärztlichen Prüfungen wieder aufleben lassen. Über eines waren sich jedoch alle Kommentatoren einig: Die ärztliche Selbstverwaltung hat sich bewährt. Auch diesem Anspruch, das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Funktionsfähigkeit der Selbstverwaltung der Berliner Ärzteschaft zu stärken, ist die Ärztekammer Berlin verpflichtet. Darum verfolgen die Mitarbeiterinnen ihre Aufgaben mit Nachdruck, auch wenn angesichts zunehmender ärztlicher Migrationsbewegungen der Arbeitsaufwand in der Meldestelle stetig steigt, und trotz des Wissens, dass dieser Nachdruck nicht immer auf Verständnis stößt. Und zuletzt profitiert der einzelne Kammerangehörige: Eine valide Basis erforderlicher Stammdaten beschleunigt die Arbeit der Kammer für den Kammerangehörigen in anderen Angelegenheiten. 

Die in der Überschrift gestellte Frage lässt sich beantworten: Weil die Kammer der Berliner Ärzteschaft in ihrer Gesamtheit verpflichtet ist und weil sie damit im Ergebnis die Durchsetzung der berechtigten Interessen des einzelnen Kammerangehörigen fördert.

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