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Informationen zur Zusatzbezeichnung Psychotherapie - fachgebunden -

(30.10.2008)  Übergangsfrist von 3 auf 7 Jahre - analog zur Zusatz-Weiterbildung "Psychoanalyse" - bis zum 12.4.2013 erweitert.

Ärztinnen und Ärzte mit der neu eingeführten Zusatzbezeichnung "Psychotherapie – fachgebunden“ dürfen nach Angaben des Vorstandsmitgliedes und Vorsitzenden des Gemeinsamen Weiterbildungsausschusses der Ärztekammer Berlin, Dr. med. Dietrich Bodenstein, in Zukunft die so genannten Richtlinienpsychotherapie erbringen. Dies betonte Bodenstein auf der Sitzung des Kammervorstandes im September. Durch einen Artikel im Deutschen Ärzteblatt Heft 30 Seite 1381 bis 1383 hatte die Verunsicherung von Ärztinnen und Ärzten in der Weiterbildung zum Erwerb der Zusatzbezeichnung "Psychotherapie – fachgebunden“ deutlich zugenommen.

Zum Hintergrund: Mit der Novellierung der Weiterbildungsordnung wurde die neue Zusatzbezeichnung "Psychotherapie – fachgebunden“ bundesweit eingeführt, in Berlin mit Inkrafttreten der Weiterbildungsordnung am 13.04.2006. Fachgebunden steht für die Beschreibung des Fachgebietes, in dem ein Arzt seine (ursprüngliche) Facharztkompetenz erworben hat. Auch in der Vergangenheit war es ausschließlich möglich innerhalb seiner (erworbenen) Gebietsgrenzen tätig zu werden. Insofern relativiert sich die neue Begrifflichkeit, denn es handelt sich wie vor der Novellierung auch um eine Zusatz-Weiterbildung. Doch stellt sich die Zusatz-Weiterbildung "Psychotherapie – fachgebunden“ insofern differenzierter dar, als dass ein formaler Bezug zum Gebiet nicht immer abgrenzbar ist.

"Psychotherapie – fachgebunden“ umfasst als Zusatzweiterbildung in Ergänzung zu einer Facharztkompetenz die Vorbeugung, Erkennung und psychotherapeutische indikationsbezogene Behandlung von Erkrankungen des jeweiligen Gebiets, die durch psychosoziale Faktoren und Belastungsreaktionen mit bedingt sind.

Im März 2008 wurden die Richtlinien zur Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Berlin geringfügig angepasst, so dass einer künftigen Leistungserbringung keine Gründe entgegenstehen. Eine entsprechende Änderung der Weiterbildungsordnung wird im kommenden Nachtrag zur Weiterbildungsordnung verankert. Derzeit befindet sich der 7. Nachtrag zur Weiterbildungsordnung zur Genehmigung bei der Aufsichtsbehörde.

Gegenüber der Fassung der Weiterbildungsordnung aus dem Jahr 2003 wurden die Anforderungen in der theoretischen Weiterbildung auf 120 Stunden angehoben. Verlangt werden jetzt zudem 100 Stunden Einzel- und Gruppenselbsterfahrung. Das gilt für beide Grundorientierungen, sei es die psychodynamische/tiefenpsycholo-gische Psychotherapie oder die Verhaltenstherapie.

Ebenso geändert wurde in Analogie zur Zusatz-Weiterbildung "Psychoanalyse“ die Übergangsfrist von 3 auf 7 Jahre nach der es also bis zum 12.04.2013 möglich ist, die Zusatzbezeichnung "Psychotherapie“ nach der alten Weiterbildungsordnung zu erwerben. Wie bei allen anderen Fragen zu Ihrer Weiterbildung stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Weiterbildung/Ärztliche Berufausübung telefonisch, persönlich oder per E-Mail zur Verfügung.                  mpe

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