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Jonitz kritisiert Gemeinsamen Bundesausschuss

(23.04.2008)  Mindestmengen

Sie Einführung von Mindestmengen hat nicht zu einer Verbesserung der Behandlungsqualität in Krankenhäusern bei chirurgischen Eingriffen geführt. "Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat durch seine öffentlichen Verlautbarungen zur Mindestmengen-Begleitforschung bei Kniegelenk-Totalendoprothesen-Operationen (Knie-TEP) einen falschen Eindruck entstehen lassen. Die Ergebnisse zeigen, dass auch kleine Kliniken trotz niedriger Fallzahl besser geworden sind. Auch wenn Krankenhäuser mit der Fallzahl unterhalb der Mindestmenge bleiben, können sie gute Qualität vergleichbar den größeren Kliniken gewährleisten", erklärte Kammerpräsident und Vorsitzender der Qualitätssicherungsgremien der Bundesärztekammer, Dr. med. Günther Jonitz. Aus den Ergebnissen der Forschung könne daher nicht auf den vom G-BA behaupteten qualitätssteigernden Effekt der Knie-TEP-Mindestmenge von 50 Eingriffen pro Jahr geschlossen werden.

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Der G-BA habe sich nur auf ein einzelnes Teilergebnis, nämlich die Häufigkeit postoperativer Wundinfektionen bei Knie-TEP bezogen. Erfreulicherweise sei hier tatsächlich die Rate der postoperativen Wundinfektionen zurückgegangen - jedoch auch schon vor Einführung der Mindestmenge. "Dass weniger Wundinfektionen aufgetreten sind, fand sich gleichermaßen in kleinen wie größeren Krankenhäusern. Gerade in den Krankenhäusern, welche unterhalb der Knie-TEP-Mindestmenge lagen, war dieser Rückgang der Wundinfektionen vergleichsweise sogar stärker ausgeprägt. Deshalb auch ist es mehr als fragwürdig, diese Qualitätsverbesserung ursächlich auf die Einführung der Mindestmenge zurückzuführen", fasste Jonitz zusammen. Bei der Mindestmengen-Begleitforschung handelt es sich um eine Beobachtungsstudie. Daher sind Schlussfolgerungen zu einer ursächlichen Wirkung der eingeführten Mindestmenge auf die Ergebnisqualität nicht möglich. Der punktuelle Befund bei Knie-TEPs lässt sich nicht allgemein auf andere Eingriffe oder andere Mindestmengenregelungen übertragen.
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