Die Ärztekammer Berlin stellt sich vor
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Kurz und bündig

Bericht von der Delegiertenversammlung am 24. Februar 2010

In Rekordzeit von 23 Minuten ging Ende Februar die erste Delegiertenversammlung (DV) des Jahres über die Bühne. Ohne Diskussion wurde die Prüferliste für die Weiterbildung ergänzt, die Berliner Delegierten für den Deutschen Ärztetag in Dresden benannt und ein Positionspapier der Ärztekammer Berlin zum elektronischen Heilberufsausweis verabschiedet.

Von Sybille Golkowski

Darin wurde die Haltung des Hauses zur elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und zum elektronischen Heilberufsausweis vor einem sich wandelnden politischen wie technischen Hintergrund dargelegt. Es sollen noch im Laufe des Jahres 2010 die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass zeitgerecht mit der kontrollierten Ausgabe elektronischer Heilberufsausweise (eHBA) an Berlins Ärzte begonnen werden kann.

Mit dem Positionspapier hat die DV einen pragmatischen Kurs eingeschlagen. Zwar wird die - schon 2007 in einer Resolution zum Ausdruck kommende - kritische Haltung zur Datensicherheit der elektronischen Gesundheitskarte für die Patienten beibehalten. (Die Zukunft dieses derzeit in Prüfung befindlichen Großprojektes gerade in puncto Datenschutz und Sicherheit ist ohnehin noch schwer einschätzbar). Jedoch wird aus praktischen Gründen eine Ausgabe elektronischer Heilberufsausweise für die Mitglieder angestrebt. Man will im Interesse der Mitglieder ein bundeseinheitliches Vorgehen der Kammern sicherstellen und ein innerärztlich ohnehin erforderliches Signaturmedium schaffen.

Beschleunigend wirkt vor allem das von der KV Berlin angestrebte Online-Abrechnungsverfahren, das zum 1.1.2011 an den Start gehen soll. Dies kann nur umgesetzt werden, wenn zum Jahresende 2010 zumindest schon einmal alle niedergelassenen Ärzte Berlins mit entsprechenden Heilberufsausweisen ausgestattet sind. Zudem ist zu erwarten, dass auch in anderen Anwendungsgebieten wie der Telemedizin oder in geschlossenen Webportalen für Ärzte eine elektronische Signatur erforderlich wird.

Der erste Einstieg in das Thema soll zunächst ohne zusätzliches Personal mit Bordmitteln geleistet werden. Es werden jedoch IT-Investitionen erforderlich sein, die bereits vorsorglich in den Haushalt 2010 eingestellt worden waren. Das Positionspapier wurde ohne Diskussion einstimmig verabschiedet.

Prüferpool erweitert

Die anhaltend hohe Zahl von Prüfungen (es sind knapp 1300 im Jahr) erforderte ein wiederholtes Erweitern des Prüferpools der Ärztekammer Berlin. Die DV beschloss deshalb eine Erweiterung des Pools um rund 50 zusätzliche Prüfer, die teilweise auch für mehrere Bezeichnungen zur Verfügung stehen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte ein Arbeitskreis des Gemeinsamen Weiterbildungsausschusses einheitliche Prüferkriterien entwickelt. Daraufhin wurde der Datenbestand aller bei der Ärztekammer schon registrierten Prüfer aktualisiert und für den Vorstand und die DV neue Prüferlisten zur Genehmigung vorbereitet. Mittlerweile umfasst der Prüferpool der Kammer rund 1000 Kolleginnen und Kollegen.

Prozess zur MFA-Gebührenordnung

Unter dem Top ?Mitteilungen des Vorstands? informierte Kammerpräsident Dr. med. Günther Jonitz die Delegierten zu aktuellen Fragen aus dem Tagesgeschäft. So ist die Gebührenordnung für Medizinische Fachangestellte vor dem Verwaltungsgericht angegriffen worden. Der Grund: Kammerangehörige Ausbilder werden darin geringer belastet als solche, die nicht Mitglieder der Ärztekammer sind. Gegen das Urteil hat die Ärztekammer Berlin Berufung eingelegt. Der Vorstand ist der Meinung, dass ausbildende Kammermitglieder gebührenrechtlich geringer belastet werden sollten als Ausbildungseinrichtungen, die der Kammer nicht angehören. Jonitz sagte den Delegierten zu, sie über weitere Entscheidungen in dieser Sache auf dem Laufenden zu halten.

Neue Fortbildungen kommen gut an

Im vergangenen Jahr hat die Ärztekammer Berlin damit begonnen, Fortbildungen zum Thema Patientensicherheit, zur Arzt-Patientenkommunikation und zur Ärztlichen Führung anzubieten, die von den Mitgliedern sehr gut angenommen werden. So war die Nachfrage nach dem 3-tägigen Kurs ?Patientensicherheit lernen - Intensivseminar Fallanalyse? so groß, dass er allein in 2009 schon zweimal angeboten wurde, so Jonitz. In diesem Kurs lernen Ärztinnen und Ärzte, Gefahrensituationen für Patienten auf Fehler hin zu untersuchen und Abläufe so zu gestalten, dass Gefahrenquellen für die Zukunft beseitigt werden.

Im zweitägigen Seminar ?Breaking Bad News? gehe es um die ärztliche Kunst, schlechte Nachrichten gut zu überbringen. An Hand von Fallbeispielen werden die theoretischen Grundlagen für gute Gesprächsführung erarbeitet und im Anschluss die praktischen Fähigkeiten im Rollenspiel mit trainierten Simulationspatienten geübt. Auch an diesem Kurs sei das Interesse so groß, dass schon vor Beginn des ersten Kurses, der im März stattfinden wird, auch der Kurs im November so gut wie ausgebucht sei. Im Mai beginnt die Ärztekammer Berlin zudem mit ihrem ersten Kurs zum Thema ?Ärztliche Führung in Zeiten des Wandels? (wir berichteten).

Personalien

Die Glückwünsche der DV gingen an Dr. med. Daniel Rühmkorf, der seit dem 6. November 2009 Staatssekretär für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz im Land Brandenburg ist. Der Berliner Arzt und Medizinjournalist ist den Delegierten seit Jahren gut bekannt. Mehrfach war er für die Fraktion Gesundheit bei Deutschen Ärztetagen mit dabei und in der Vergangenheit häufig Autor für die Zeitschrift BERLINER ÄRZTE. Vor seinem Wechsel nach Brandenburg war Rühmkorf Referent für Gesundheitspolitik bei der Bundestagsfraktion der LINKEN.

Herzliche Glückwünsche gingen auch an den Delegierten Helmut Mälzer (Liste Allianz), der Ende Oktober zum neuen Präsidenten des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie gewählt wurde.

Zudem bedankte sich der Präsident bei Dr. med. Dorothea Hagemann für ihre Arbeit im Weiterbildungsausschuss I. Die Ärztin hat aus altersbedingten Gründen darum gebeten, von ihrer Funktion als Mitglied des Weiterbildungsausschusses I entbunden zu werden. Eine Nachwahl ist zurzeit nicht geplant.

Die Delegierten für den 113. Deutschen Ärztetag 2010 in Dresden

Liste Delegierte/Delegierter Ersatzdelegierte/Ersatzdelegierter
Fraktion Gesundheit Dr. med. Volker Pickerodt Dr. med. Ellis E. Huber
Julian Veelken Dr. med. Andreas Grüneisen
Dr. med. Verena Dicke Claudia Cruys
Hermann Brehme Dr. med. Roland Bersdorf
Michael Janßen Dr. med. Wolfram Singendonk
Marburger Bund Dr. med. Kilian Tegethoff Dr. med. Sigrid Kemmerling
Dr. med. Werner Wyrwich Dorothee Lethen
Dr. med. Peter Bobbert Dr. med. Matthias Albrecht
Prof. Dr. med. Vittoria Braun Dr. med. Günther Jonitz
Hausärzte im BDA Klaus-Dieter Elstermann v. Elster Dipl.-Med. Dieter Schwochow
Dr. med. Hans-Peter Hoffert Peter Hopp
Allianz Berliner Ärzte Dr. med. Bernd Müller Prof. Dr. med. Harald Mau
Helmut Mälzer Dr. med. Hans-Detlef Dewitz
Dr. med. Svea Keller Dr. med. Roland Urban
Dr. med. Christian Handrock Dr. med. Sabine Krebs
Dr. med. Rudolf Fitzner PD Dr. med. Dietrich Banzer

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