Die Ärztekammer Berlin stellt sich vor
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So funktioniert die Ärztekammer Berlin

Die Ärztekammer Berlin - Das Zusammenspiel zwischen Haupt- und Ehrenamt

Die Ärztekammer Berlin - 1961 durch das Berliner Kammergesetz legitimiert und am 7. Februar 1963 durch die erste konstituierende Sitzung von Delegiertenversammlung und Vorstand eingerichtet - ist die Berufsvertretung aller rund 30.500 Berliner Ärztinnen und Ärzte. Sie hat den Status einer "Körperschaft des öffentlichen Rechts" (KdöR), das heißt, sie ist eine vom Gesetzgeber eingerichtete Institution, die staatliche Aufgaben in Selbstverwaltung übernimmt und dabei von einer Aufsichtsbehörde, der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales, kontrolliert wird.


Mitglieder

Alle approbierten Ärzte, die in Berlin ihren Beruf ausüben oder - falls sie nicht oder nicht mehr arbeiten - dort ihren ersten Wohnsitz haben, sind Mitglieder bei der Ärztekammer Berlin. Sie alle haben die Möglichkeit, alle vier Jahre per Briefwahl die Delegiertenversammlung der Ärztekammer Berlin zu wählen.


Delegiertenversammlung

Dieses 46-köpfige Kammerparlament ist der zentrale Souverän der ärztlichen Selbstverwaltung. Seine etwa sieben jährlichen Sitzungstermine können von allen Kammermitgliedern besucht und verfolgt werden. Ähnlich wie die großen politischen Parlamente in Parteien, ist auch das Ärzteparlament in sogenannten "Listen" organisiert, die berufspolitische Strömungen und Sichtweisen repräsentieren und Meinungen bündeln.


Vorstand

Zu Beginn ihrer 4-jährigen Amtszeit wählt die Delegiertenversammlung in ihrer ersten, konstituierenden Sitzung den Vorstand, der fortan in ihrem Auftrag die laufenden Geschäfte der Kammer führt, dem Parlament regelmäßig berichtet und große Entscheidungen vorbereitet. Die elf Vorstandsmitglieder, allen voran Präsident und Vizepräsident, sind die politische Außenvertretung der Kammer und prägen die Linie des Hauses. Sie entscheiden maßgeblich darüber, wozu sich die Ärztekammer Berlin in welcher Weise äußert, in welche Themenfelder sie bei der Umsetzung ihrer Pflichtaufgaben zeitlich und personell "investiert", welche Aspekte sie zurückfährt und welche internen Strukturen sie für eine erkannte Problemstellung schafft.


Weitere Gremien

Neben den beiden großen politischen Gremien gibt es in der Ärztekammer Berlin derzeit 24 Arbeitsausschüsse (die meisten von ihnen im Bereich Weiterbildung). Die Ausschüsse bereiten Entscheidungen für Vorstand und Delegiertenversammlung vor und geben Empfehlungen ab. Hier arbeiten etwa 250 Berliner Ärzte ehrenamtlich mit, viele von ihnen sind gleichzeitig in mehreren Ausschüssen tätig. Die Ausschüsse werden von der Delegiertenversammlung zu Beginn jeder Amtszeit gewählt. Fünf offene vom Vorstand berufene Arbeitskreise und vier von ihm benannte Beauftragte beobachten zudem wichtige Themenfelder und führen dazu einen regelmäßigen Fachaustausch durch. Die Besetzung der Ausschüsse ist im Anhang des aktuellen Tätigkeitsberichtes der Ärztekammer aufgeführt.


Verwaltung

Unterstützt wird der Vorstand bei seiner Arbeit von den knapp 90 hauptamtlichen Mitarbeitern der Kammer, an deren Spitze der Geschäftsführer steht.


Zusammenspiel zwischen Haupt- und Ehrenamt

Das Zusammenspiel zwischen den hauptamtlichen Mitarbeitern und den für die Kammer ehrenamtlich tätigen Berliner Ärzten, die vor allem in Nachmittags- und Abendsitzungen im Anschluss an ihren Arbeitstag zusammenkommen, ist prägend für eine selbstverwaltete Körperschaft des öffentlichen Rechts. So gut wie die Schnittstellen zwischen Haupt- und Ehrenamt funktionieren, so gut arbeitet die Ärztekammer für ihre Mitglieder. Dabei ist eine gute Kommunikation, das regelmäßig geführte Gespräch, das Zuhören und Aufnehmen für beide Seiten ungemein wichtig.


Berufspolitische Listen - Dreh- und Angelpunkt der Meinungsfindung

Ärztinnen und Ärzte, die Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit in der Ärztekammer Berlin haben, nehmen in der Regel Kontakt zu einer der berufspolitischen Listen auf, die im Kammerparlament vertreten sind. Die Listen treffen sich regelmäßig zum Austausch.

Die Listen stellen im Wahlkampf zum Kammerparlament Kandidaten auf, deren Platzierung die Berliner Ärzte jedoch in direkter Wahl selbst bestimmen können. Anders als beim politischen Wahlkampf entscheiden in der ärztlichen Berufspolitik also die Wähler direkt, wer im künftigen Kammerparlament sitzen darf. Bei der weiteren Besetzung der Vorstandssitze und Ausschüsse durch das Parlament (für diese Positionen können übrigens alle Berliner Ärzte kandidieren, gleichgültig, ob sie im Kammerparlament sitzen oder nicht) funktionieren die Listen dann genauso wie Parteien im Bundestag. Ihre Durchsetzungskraft hängt von der Zahl ihrer Parlamentssitze und den Koalitionen ab, die sie eingeht.

Übrigens: Das Gefüge der berufspolitischen Listen ist weit beweglicher als das von Parteien. So ist der Wahlkampf in der Berufspolitik immer auch eine Gelegenheit für Berliner Ärzte, selbst neue Listen zu gründen oder bestehende umzubenennen und neu aufzustellen - was vielfach geschieht.


Landesärztekammern und Bundesärztekammer

Die Ärztekammer Berlin ist eine der insgesamt 17 Landesärztekammern der Bundesrepublik, die sich zu einer Arbeitsgemeinschaft, der Bundesärztekammer, zusammengeschlossen haben. Sie ist im Gegensatz zu den Landesärztekammern ein privatrechtlicher Zusammenschluss in der Form eines "Nichteingetragenen Vereins". Die Bundesärztekammer hat ihren Sitz in Berlin. Ihr oberstes Beschluss fassendes Gremium mit Empfehlungscharakter ist der Deutsche Ärztetag, der einmal jährlich zusammentritt.

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